Teufel als Zuträger von Schätzen

From Pasakas un teikas
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Es lebte einmal ein Buschwächter, namens Brencis. Er versah sein Amt bereits lange Jahre. Immer, als er in den Wald ging, nahm er seine Büchse mit, um einen Hasen oder ein anderes Tier zu erlegen.

Eines Morgens — wie üblich — nahm er seine Büchse und begab sich in den Wald. Auf einmal erblickt er einen Hasen, der über den Hügel hoppelt. Er drückt ab, aber der Hase schlägt nur einen Purzelbaum und rennt weiter. Der Buschwächter sieht den Hasen am nächsten Morgen wieder. Wieder schießt er nach ihm, und wieder rennt der Hase davon. So ging es eine ganze Woche lang. Jetzt war Brencis wütend. In seinem Haus lebte ein ganz alter Mann. Er belehrte Brencis, seine Büchse mit Silber (wörtlich: mit Quecksilber) zu laden, dann werde er gewiss den Hasen der wahrscheinlich der Teufel selbst sei, erlegen können. Am nächsten Morgen befolgte Brencis seinen Rat. Und wahrhaftig: sobald er abgedrückt und geschossen hat, überschlägt sich der Hase. Ihm erwachsen Hörner und Schwanz. Jetzt weiß Brencis, mit wem er zu tun hat. Aber der Hase fleht den Buschwächter an und verspricht ihm, ein Jahr lang jeden Morgen einen Hasen zuzutreiben. Der Hase hielt sein Versprechen dreihundertvierundsechzig Tage. Gerade am dreihundertfünfundsechzigsten Tag konnte er jedoch keinen Hasen mehr auftreiben. Aber Brencis gab sich ohne Hasen nicht zufrieden. Nun bat der gehörnte Hase der Buschwächter, ihm ja nicht zu zürnen, er wolle ihm dafür ein mit Gold gefülltes Hasenfell geben. Nachdem der Buschwächter das Gold bekommen hatte, ließ er den Hasen in Ruhe.

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