Teufel als Zuträger von Schätzen

From Pasakas un teikas
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Einmal in alten Zeiten verkaufte ein unbekannter Mann auf dem Markt einen Pelz für 6 Rubel. Den Pelz kaufte ein armer Mann, der bei einem Gutsherrn arbeitete. Der Arme wusste nicht, dass sich in dem Pelz Teufel eingenistet hatten. Der Mann brachte den Pelz nach Hause und hängte ihn an einen Nagel. Am nächsten Morgen stand der Mann auf und wollte an die Arbeit gehen. Da krochen aus dem Pelz drei kleiner Teufel hervor und sprach zu ihm: "Du hast uns zusammen mit dem Pelz gekauft. Jetzt wollen wir jede Arbeit verrichten, die du uns aufträgst. Wir werden dir gehorchen!" Als der Mann ein solches Wunder sah war er zunächst erschrocken, aber nachdem er die Teufel angehört hatte, beschloss er, sie aufs Feld zu schicken. Wie gedacht — so getan, er schickte die Teufel zur Feldarbeit. Die Teufel gingen an die Arbeit und schafften an einem Tag so viel, wie der Mann selbst in einem Jahr nicht hätte schaffen können. Am nächsten Morgen im aller Frühe, als der Arbeiter aufstand, waren die Teufel wieder zur Stelle und verlangten Arbeit. Der Mann überlegte lange. Dann befahl er den Teufeln, Gräben durch den Sumpf zu ziehen, damit er schneller austrockne und damit man aus ihm Ackerland bereiten und auf ihm Getreide aussäen könnte. Die Teufel gehorchten sofort. Sie nahmen Spaten und begaben sich an die Arbeit. An einem Tag hatten die Teufel die Arbeit verrichtet: sie hatten die Gräben geschaufelt und alles Wasser abgeleitet. Da bekam der Mann Angst vor ihrer Arbeitswut und begab sich noch an demselben Tag zu Pfarrer. Er erzählte dem Pfarrer, dass er auf dem Markt einen Pelz mit Teufeln gekauft habe, die jede Arbeit an einem einzigen Tag verrichteten, auch solche, für die der Mensch zehn Jahre benötigen würde.

Der Pfarrer sagte, es sei eine Sünde, einen solchen Pelz zu behalten, der Arbeiter solle ihn sogleich dem Pfarrer bringen. Der Arbeitsmann gehorchte und brachte den Pelz noch an demselben Tag dem Pfarrer. Der Pfarrer gab dem Manne 6 Rubel und behielt den Pelz. In der Nacht erschienen dem Mann dieselben Teufel im Traum und sprachen zu ihm: "Du bist ein großer Dummkopf, dass du es nicht verstanden hast, durch unsere Arbeit reich zu werden Jetzt wird der Pfarrer reich werden, du aber wirst arm bleiben wie du es immer gewesen bist!" Als der Mann erwachte, war niemand zu sehen, aber er dachte darüber nach, dass er wirklich eine große Dummheit begangen hatte. Aber es war nichts mehr zu machen, ein zweites Mal erlebt man ein solches Glück nicht mehr.

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