Teufel als Zuträger von Schätzen

From Pasakas un teikas
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Es lebte einmal ein armer Badstübner. Er hatte ein schweres Leben, aber er betete stets zu Gott. Nur ein einziges Mal entschlüpften ihm die Worte: "Wenn mir schon Gott kein besseres Leben gibt, so möchte doch wenigstens der Teufel mir helfen! Kaum hatte er die Worte ausgesprochen, da war der Teufel auch schon zur Stelle: "Höre, Badstübner, wenn du versprichst, nicht mehr zur Kirche zu gehen und nicht mehr zu beten, dann wirst du alles bekommen, was du dir nur wünschest."

Gut, der Badstübner versprach es ihm. Und was denkt ihr: der Teufel schenkte ihm ein prächtiges Schloss und gab ihm auch alles andere, was er sich nur wünschte. So ging es eine Weile.

Eines Abends aber — aus alter Gewohnheit — dachte der Badstübner an Gott und sprach ein Gebet.

Als er am nächsten Morgen erwachte, sah er: das Schloss war fort, alle Reichtümer verschwunden, und er befand sich wieder in seiner Badestube.

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