Teufel als Zuträger von Schätzen

From Pasakas un teikas
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Einmal fuhr ein Knecht von der Mühle nach Hause. Es war dunkle Nacht und er musste durch den Wald fahren. Plötzlich blieben die Pferde stehen. Trotz der Dunkelheit sah er, dass sich etwas Schwarzes um die Beine der Pferde huschte. Da rief der Knecht aus: "Bist du ein guter Geist, so gib Antwort!" Das schwarze Knäuel antwortete jedoch nicht, sondern rollte um die Beine der Pferde. Der Knecht schaute genauer hin und sah, dass das Schwarze ein großer schwarzer Hund war, der jedoch Pferdefüße hatte. In seiner Angst begann er das Pferd zu schlagen, aber das Pferd rührte sich nicht von der Stelle. Der Knecht plagte sich fast zu Tode mit ihm. Auf einmal begann der Hund zu sprechen und nannte den Knecht beim Namen: "Verkaufe mir deine Seele, Andžs, dann wirst du Geld bekommen und glücklich leben können."

Aber Andžs war ein frommer Mann. Wie sollte er einem unbekannten Geist seine Seele verkaufen? Er bekreuzigte sich und wollte das Vaterunser beten; aber er hatte die Worte des Gebetes so vergessen, dass kein Laut über seine Lippen drang. Er konnte und konnte das Vaterunser nicht sprechen. Auf einmal krähte der Hahn. Da wurde Andžs der Kopf wieder ganz klar, er betete das Vaterunser und bekreuzigte sich. Schließlich kam er glücklich nach Hause.

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