Die Teufel vertauschen Kinder

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search
Comments: Die letzte Sage kann man nicht streng von einem Märchen trennen. Vgl. Nr. 28 in Bd. IX. P. Š.


Eine arme Witwe hatte beim Heuwenden ihr kleines Kindchen in den Schatten unter einen Baum gelegt. Das Kindchen war eingeschlafen. Es wurde Nacht. Die Mutter ging mit anderen Frauen nach Hause und vergaß ihr Kleines im Walde. Erst als sie nach Hause gekommen war, erinnerte sie sich daran, dass sie ihr Kind im Walde zurückgelassen hatte. Erschrocken lief sie mit den Anderen zu der Stelle zurück. Als sie an der Stelle waren, wo die Mutter das Kind zurückgelassen hatte, hörten sie, dass jemand mit lieben und freundlichen Worten das Kindchen in den Schlaf wiegte: "Aijā, Aijā, kleines Kindchen, die Engelchen wiegen dich, die Engelchen schützen dich!" Als sie sich dem Kinde näherten, wurde alles still. Aber sie fanden das Kind mit einer goldenen Krone auf dem Kopf, mit einem goldenen Kettchen um den Hals und ein mit Gold gefüllter Topf stand neben ihm. Das erweckte den Neid einer anderen Frau. Sie brachte auch ihr Kindchen in den Wald und ließ es über Nacht dort allein zurück. Am nächsten Morgen ging sie in den Wald, um es zu holen. Aber sie fand das Kindchen mit einer Dornenkrone auf dem Kopf und einer Schlange um den Hals. Das unglückliche Kind musste die Schlange lange tragen. Einmal, als es an einem verfallenen Haus vorbeiging, löste sich die Schlange von seinem Hals und verkroch sich in das verfallene Gemäuer.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox