Die Teufel vertauschen Kinder

From Pasakas un teikas
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Der Teufel hatte einem Bauer das Töchterchen geraubt und sein eigenes Kind an ihrer Stelle in die Wiege gelegt. Das Teufelskind war hässlich: sein Haar war wie Borsten und es wurde nicht größer.

"Weißt du was," sagte der Bauer zu der Bäuerin, "Der Teufel wird die Kinder vertauscht haben."

"Nun, das kann man ja prüfen," antwortete die Bäuerin.

Sie begannen dem Teufelskind Schlangen, Eidechsen und Kadaverfleisch zu geben. Das Teufelskind aß diese Dinge gar zu gern; wenn es sie nur zu sehen bekam, streckte es die Ärmchen danach aus. Als es mit Schlangen gefüttert wurde, begann es rasch zu wachsen.

Jetzt begann auch der Teufel, das Töchterlein des Bauern gut zu ernähren. Gab der Bauer dem Teufelskind Schlangen zu essen, so fütterte der Teufel die Tochter des Bauern mit Weißbrot; gab der Bauer jedoch dem Teufelskind Weißbrot zu essen, so musste die Bauerntochter Schlangen essen.

Der Bauer merkte sehr wohl, dass es nicht sein Kind sein konnte. Er betete vor der Wiege des Teufelskindes. Obwohl das Teufelskind bereits zehn Jahre alt war, lag es noch immer in der Wiege und sah so aus wie sonst ein dreijähriges Kind aussieht. Als der Bauer schließlich die Hände auf die Stirn des Teufelskindes legen wollte, um es zu segnen, sprang es aus der Wiege und löste sich in Rauch auf.

Als die Hirten am Abend das Vieh von der Hütung heimgetrieben hatte, erzählten sie, dass am Rand der Viehweide ein kleines Mädchen stehe und weine. Der Bauer begab sich zur Viehweiden. Dort fand er das Mädchen, erkannte es als sein Töchterlein und brachte es nach Hause. Der Teufel hatte seine Tochter entlassen, weil er dessen Kind vertrieben hatte.

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