Die Teufel führen die Menschen an

From Pasakas un teikas
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In alten Zeiten sei auf der Jaunā muiža (Neugut) ein großer, schwarzer, tollwütiger Hund aufgetaucht. Er lief gerade auf den Gutsvogt zu, der vom Feld heimkehrte. Als der Vogt den großen Hund erblickte, erschrak er sehr und kletterte schnell auf ein Kreuz, das sich nicht weit vom Gut am Straßenrand befand. Als er sich in Sicherheit wähnte, begann der Vogt um Hilfe zu rufen. Die Gutsleute, die seine Rufe hörten, kamen mit Forchen und Sensen herbeigeeilt und nahmen die Verfolgung des Hundes auf. Der Hund wurde erschlagen und in einer Kiesgrube am Straßenrand begraben. An der Stelle wuchsen dichte Erlenbüsche am Rande eines Moores. Von dem Kreuz jedoch, das von dem tollwütigen Hund und dem Vogt befleckt worden war, hörte man jede Nacht zwei traurige Glocken schlagen.

Als der Pfarrer davon erfuhr, ließ er ein neues Kreuz anfertigen und aufstellen. Nun hörte auch das Läuten auf, denn das Kreuz war rein von der Berührung des sündigen Vogtes und des tollwütigen Hundes, der der Teufel selbst gewesen sei.

Von der Zeit an, als der Hund in dem Erlenmoor begraben worden war, hatte sich der Teufel dort niedergelassen. Jede Nacht um zwölf Uhr steht er an der Landstraße, ganz schwarz und mit einem weißen Säckchen unterm Arm. Er grüße jeden Vorbeigehenden, tue ihm aber nichts Böses an.

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