Die Teufel führen die Menschen an

From Pasakas un teikas
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In alten Zeiten schenkte einmal ein Gutsherr einem Bauern für seine gute und treue Arbeit ein Stückchen Land und etwas Geld, um ein Häuschen errichten zu können. Darüber war der Bauer sehr froh und begann nun gleich, sein Haus zu bauen. Lange musste er daran arbeiten, aber schließlich war das Haus fertig, man musste nur noch das Dach decken. Der Bauer zog mit seiner Familie in das neue Haus und arbeitete an dem Dach weiter. Eines Abends, als er die Tagesarbeit beendet hatte, begab er sich zur Ruhe. In der Nacht aber hört der Bauer: jemand arbeitet auf dem Dach. Er erhob sich und ging hinaus, um nachzusehen, aber er konnte niemand entdecken. Der Bauer kehrte in die Stube zurück und legte sich wieder schlafen. Es war noch keine halbe Stunde vergangen, da hörte er wieder, dass jemand auf dem Dach arbeitete. Was sollte der Bauer machen? Er wartete bis zum Morgen. Da sah er, dass alles so war, wie er es gestern zurückgelassen hatte, bevor er sich zur Ruhe begab. Der Bauer begab sich zum Pfarrer und erzählte ihm, was sich begeben hatte; es spuke in seinem neuen Hause.

Der Pfarrer nahm ein Gefäß mit Weihwasser und begab sich zum Haus des Bauern. Dort angekommen, begann der Pfarrer zu beten und besprengte die Wände des Hauses mit Weihwasser. Nachdem der Pfarrer das Haus geweiht hatte, legte er sich zusammen mit dem Bauer schlafen. In der Nacht hören sie: jemand geht im Haus umher und schüttet Wasser in alle Ecken. Der Pfarrer hob den Kopf und sprach: "Herr Jesus Christus, segne uns! Unreiner Geist, höre auf, deine Possen zu treiben!" Der Pfarrer mochte sprechen wie er wollte, er konnte den bösen Geist beim Treiben seines Unwesens nicht aufhalten: jemand fuhr fort, Wasser ins Haus zu schütten. Der Pfarrer erhob sich, zündete das Licht an und begann zu beten. Dann besprengte er die Wände der Stube noch einmal mit Weihwasser und legte sich wieder Schlafen. Es waren keine zehn Minuten vergangen, als der Pfarrer jemand flüstern hörte: "Herr Jesus, segne uns" — und dieser Jemand ergoss einen Eimer kaltes Wasser auf den Kopf des Pfarrer. Dann packte er den Pfarrer an den Beinen und schleifte ihn in der Stube umher. Schließlich schleifte er ihn aus dem Haus und ließ ihn liegen. Der Pfarrer war so erschrocken, dass er im Unterzeug nach Hause lief. Der Bauer aber merkte, dass es nicht möglich war, an der Stelle zu wohnen. Er riss das Haus ab und erbaute es an einer anderen Stelle. Dort störte ihn niemand mehr, aber der Pfarrer hat auch noch heute Angst, im Hause des Bauern zu übernachten.

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