Die Teufel locken Menschen in fremde Vorratshäuser

From Pasakas un teikas
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In Ķeiži war der Verwalter mit Teufeln in Bunde. Die schafften ihm so viel Schätze und Geld, dass er reicher war als selbst der Gutsherr.

Einmal wandte sich der Verwalter an den Nachtwächter des Gutes und hieß ihn mitkommen. Der Verwalter führte ihn in die Klete, und beide traten hinein. Nun nahm er einen Schinken, schnitt ein tüchtiges Stück herunter, aß selbst und gab auch dem Nachtwächter davon. Der Nachtwächter merkte zu seinem großen Schreck, dass der Verwalter furchtbar große Zähne hatte. Da rief er aus: "Ach Gott, gnädige Herr, was habt Ihr für große Zähne!" Auf einmal war alles dunkel, der Verwalter war verschwunden und nur von der Türe erklang es wie das Schließen eines Schlüssels. Der Nachtwächter wollte hinaus, fand aber, dass die Tür der Klete zugeschlossen war.

Am Morgen hörte der Nachtwächter wieder, dass die Tür aufgeschlossen wurde, und dachte, man werde ihn jetzt für einen Dieb halten. Aber wunderbarer Weise war der Schließende der Verwalter selbst, der ihn hinaus ließ, ihm jedoch einschärfte, über das nächtliche Abenteuer keinem ein Wort mitzuteilen. Den großen Zahn, den er in der Nacht gesehen hatte, hatte der Verwalter nicht mehr.

Daher glaubte der Nachtwächter, dass er in der Nacht nicht mit dem Verwalter, sondern mit dem leibhaftigen Teufel zusammengetroffen sei.

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