Die Teufel locken Menschen in fremde Vorratshäuser

From Pasakas un teikas
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In alten Zeiten, als die Bauern noch die Leibeigenen ihres Gutsherrn waren, mussten sie auf dem Gutshof jede Art von Fronarbeit verrichten. Eines Nachts heizte ein Bauer den Darrofen in der Korndarre des Gutshofes, damit das Getreide trocken wurde. Der Ärmste war übermüdet und hungrig und suchte in seinen Taschen nach etwas Tabak, konnte jedoch nichts finden. Auf einmal erblickte er einen feinen, schwarzgekleideten Herrn vor sich stehen. Der Herr fragte ihn, ob er keinen Tabak für seine Pfeife habe. Der Bauer entgegnete: woher solle ein Armer Tabak nehmen? Da nahm der Herr eine große Tür, setzte sich selbst darauf und forderte auch den Bauer auf, sich neben ihn zu setzen. Kaum hatte der Bauer sich auf die Tür gesetzt, als er merkte, dass sie durch die Luft davonflogen, so dass ihnen der Wind um die Ohren sauste. Als die Tür anhielt, befanden sie sich in einem Tabaklager. Der schwarze Herr nahm haufenweise Tabak und schichtete ihn auf die Tür. Da bekam es der Bauer mit der Angst zu tun und er rief aus: jetzt ist es genug! Plötzlich war der schwarze Herr verschwunden, und der Bauer befand sich wieder vor dem Darrofen. Erst jetzt begriff der Bauer, dass der schwarze Herr der Teufel gewesen war, der beim nennen des Namens Gottes verschwunden war.

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