Die Teufel tragen die Menschen durch die Luft

From Pasakas un teikas
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Auf dem Aumeisteri-Gut lebte ein Gärtner, an seinen Namen kann ich mich nicht mehr erinnern. Er war schon ein ziemlich alter Mann und erzählte diese Geschichte als eine wahre Begebenheit, die sein eigener Vater erlebt hatte. Der Vater des Gärtners war schon ein sehr alter Mann, als er an einem Samstagabend von der Badestube nach Hause kam. Damals lebte er auf einem Bauernhof. Das Wohnhaus stand auf dem Berg, die Badestube im Tal. Der Vater des Gärtners, der zu dem Haus hinaufsteigen musste, war sehr müde. Er sagte bei sich selbst: "Hätte mich doch jemand hinaufgetragen."

Kaum hatte er diese Worte ausgesprochen, als auch schon jemand ihn Huckepack nahm und so schnell davontrug, dass ihm der Wind um die Ohren sauste. Es war der Teufel selbst. Der Teufel brauchte nur drei Schritte zu machen; dann warf er den Alten auf das Dach der Lizīte-Korndarre. Gleich zu Anfang hatte der Vater des Gärtners gar nicht begreifen können, wer ihn trug und wohin. Als man ihm erzählte, dass er sich auf dem Lizīte-Hof befand, musste er drei Tage gehen, bis er wieder nach Hause kam.

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