Die Teufel tragen die Menschen durch die Luft

From Pasakas un teikas
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Vor vielen Jahren badeten ein Sohn und sein alter kranker Vater in der Badestube des Krauķi-Hofes (Gemeinde Aumeisteri). Der Vater konnte sich allein nicht mehr ausziehen und anziehen und sich waschen, deshalb trug der Sohn ihn stets vom Haus zur Badestube und wieder zurück. Der Sohn wurde ärgerlich, weil der Vater sich so langsam wusch und anzog, so dass er in seinem Zorn ausrief: "So hol dich der Teufel!" Der kranke Vater des Bauern hatte sich gerade das Hemd angezogen. Jemand umfasste seine Schultern, nahm ihn Huckepack und trug ihn davon. Erst dachte der Alte, sein Sohn trage ihn, aber der Weg kam ihm so lang vor, obwohl es von der Badestube bis zum Wohnhaus nur eine kurze Strecke war. Dem Vater wurde es kalt und er bat, ihn doch schneller zu tragen. Der Träger antwortete: "Auf jeden Schritt eine Werst, auf jeden Schritt eine Werst!"

Es war der Teufel selbst. Er brachte den alten Vater des Bauern zu der Korndarre des Lizīte-Hofes bei Cēsis und ließ ihn auf die Tenne fallen.

Als der Alte nach dem Fall wieder zu sich kam und den Teufel erblickte, so erschrak er zu Anfang. Der Teufel bedrängte den Alten. Da bekreuzigte sich der Vater des Bauern. Verärgert wich der Teufel zurück und schrie vor Wut: "Du magst deine Blitze zucken soviel du willst, ich werde dich doch noch verschlingen!"

Der Vater des Bauern betete und bekreuzigte sich immer wieder. Der Teufel aber begann ihn zu würgen. Plötzlich krähte der Hahn. Da ließ der Teufel fluchend von ihm ab und verschwand auf dem Ofen.

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