Die Teufel plagen die Menschen

From Pasakas un teikas
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In alten Zeiten hatte einmal ein Bauer einen Hausgott, der ihn zwar zu einem wohlhabenden Manne gemacht hatte, der ihm aber auch keine Ruhe gab. Sobald der Bauer das Haus verließ, eilte er ans Fenster und fragte die Frau:

"Baba, ist Mača zu Hause?"

Die arme Frau durfte darauf keine Antwort geben. Sagte sie "ja,", so kam er (der Hausgott); herein und verlangte die Kinder, sagte sie "nein", eilte er dem Mann entgegen und plagte ihn. Einmal war Mača ausgeritten. Als er am Abend zurückkehrte, trat ihm der Hausgott entgegen und versuchte ihn immer Wieder vom Pferd zu zerren. Sobald er das Pferd bestiegen hatte, wurde er von der anderen Seite wieder herabgezogen. Schließlich ging der Mann zu Fuß nach Hause. Als er zu Hause war, kam er immer an sein Bett und fragte:

"Gibst du mir die Henne mit den Kücken (die Frau mit Kindern)?" Versprach er das, so gab er Ruhe. Sobald die Bauersleute ein Kind hatten, kam er jede Nacht. Keins der Kinder wurde groß, denn der Böse holte sie bald nach ihrer Geburt. Nun versuchten die Bauersleute, Pflegekinder anzunehmen, aber auch mit diesen erging es ihnen nicht besser. Ein solches Pflegekind hatte der Böse so tief im Stroh verbuddelt, dass man es am nächsten Morgen nur mit großer Mühe wieder befreien konnte. Das wiederholte sich jede Nacht, bis die Bauersleute sich gezwungen sahen, das Kind seinen Eltern zurückzugeben.

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