Die Teufel plagen die Menschen

From Pasakas un teikas
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Vor mehr als hundert Jahren lebte auf dem Mieguze-Gut ein Gutsvogt, der mit dem Teufel im Bunde war und viele böse Taten verrichtete. An einem Winterabend schickte der Vogt den Schweinehüter zur Korndarre, um Spanholz zu holen. Wohl jammerte der Schweinehüter, dass er sich fürchte, aber das half ihm nichts. Die Frau des Gutsvogtes, die fromm und gottgläubig war, wusste, was den Schweinehüter erwartete. Sie rief ihn zu sich, sprach ein Gebet, bekreuzigte ihn und sagte: "Möchte Gott dir helfen!" Der Schweinhüter eilte zur Korndarre und kam mit Spanholz zurück. Der Gutsvogt nahm es gleichgültig in Empfang. Eines Tages fragte der Vogt die Gutsarbeiterinnen und fragte sie: "Mägde, wollt ihr den Jungherrn sehen?" Die Mägde antworteten im Scherz, ja, sie möchten ihn gern sehen. Der Vogt trat ans Fenster, pfiff, winkte mit der Hand und betrat die Kammer. Sogleich erschien ein Jungherr und ging in die Kammer zu dem Vogt. Aber sobald er die Tür hinter sich geschlossen hatte, hörte man Gepolter und Lärm aus der Kammer. Die Mägde erschraken, liefen aus dem Haus und erzählten den Knechten, was sie gesehen und gehört hatten. Als die Knechte in den Kammer des Vogtes kamen, war der Jungherr dort nicht mehr zu sehen, aber der Vogt war zerkratzt und auf dem Fußboden war mit der Kreide ein Kreis aufgezeichnet.

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