Die Teufel plagen die Menschen

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Einmal begab es sich so: der Bauer und die Bäuerin fuhren zu einem Begräbnis. Sie trugen dem Hirtenjungen auf, am Abend zu dem Hof, wo der Leichenschmaus stattfand, zu kommen, um das Pferd nach Hause zu bringen. Sie selbst wollten zu Fuß heimkommen.

Nachdem der Hirte das Vieh am Abend heimgetrieben hatte, machte er sich auf den Weg, das Pferd des Bauern zu holen. Die Trauergäste waren noch nicht vom Friedhof zurückgekehrt. Der Hirtenjunge wartete und wartete, konnte sie aber gar nicht zurück erwarten. Schließlich ging er nach Hause. Als er sich schon in der Nähe des Hofes befand, hörte er, dass jemand hinter ihm hergefahren kam. Der schnelle Fahrer war schon ganz nah, und der Hirte glaubte, den Atem des Pferdes in seinem Nacken zu spüren. Schnell sprang er zur Seite, um nicht überfahren zu werden. Der Fahrer war eine weiße Frau. Sie fuhr mit einem weißen Pferd, dessen Füße gar nicht die Erde berührten. Als die Fahrerin den Jungen eingeholt hatte, verschwand sie augenblicklich. Das sollen der Teufel mit seiner Läuse-Fuhre gewesen sein. Der Hirtenjunge erschrak und kam auf den Hof gelaufen. Am nächsten Tag konnte man an seinen Kleidern keine Naht finden, an der es von Läusen nicht gewimmelt hätte. Man konnte die Läuse auf keine Weise vertreiben. Schließlich befreite ein altes Weib den Hirtenjungen von dem Übel. Sie besprach Wasser und Salz, löste das Salz im Wasser auf und gab das Wasser dem Jungen zu trinken. Von da ab verschwanden die Läuse.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox