Die Teufel plagen die Menschen

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Es lebte einmal ein Mann auf dieser Welt, der Jezups hieß. Einmal brachte Jezups eine Fuhre Heu zum Städtchen und verkaufte sie dort. Es war zur Winterzeit. Jezups fuhr nach Hause und merkte nicht, dass ihm die Geldbörse aus der Tasche glitt und in das Heu fiel, von dem noch ein Rest auf dem Schlitten liege geblieben war. Jezups kam auf seinen Hof an, schirrte die Pferde ab, brachte sie in den Stall, aber an das Geld dachte er immer noch nicht. Der Schlitten blieb auf dem Hof stehen. Eine Kuh ging an den Schlitten und verschlang zusammen mit dem Heu auch die Geldbörse. Nach einiger Zeit fiel Jezups das Geld ein. Er suchte überall danach, konnte es aber nicht finden. Da sagte er zu seiner Schwiegertochter: "Du hast mir mein Geld gestohlen!" Und er schlug sie. Abe er konnte sie beschimpfen und schlagen soviel er wollte, sie konnte sich nicht als schuldig bekennen, denn sie hatte das Geld weder gesehen noch genommen. Was sollte Jezups nun machen. Er setzte sich in den Schlitten und machte sich auf den Weg zu einer Frau, die mit Zauberern im Bunde war und ihm gewiss sagen würde, wer sein Geld genommen hatte. Jezups nahm seine fünfjährige Enkelin mit. Als Jezups auf den Hof der weisen Frau ankam, fand er sie nicht zu Hause. Das kleine Mädchen war auf dem Weg recht verfroren. Jezups brachte es ins Haus und setzte es auf den Ofen. Selbst ging er hinaus und erwartete die Frau, der er erzählte, dass ihm seine Geldbörse mit Geld gestohlen worden sei. "Gut," sagte das Weib, ließ Jezups draußen warten und ging selbst ins Haus. Jezups blieb draußen. Die Frau betrat die Stube, murmelte etwas, hob ein Dielenbrett an, und nun kletterte ein Böcklein unter der Diele hervor und begann zu reden: "Jezups Geld hat seine Kuh zusammen mit dem Heu, das noch auf seinem Lastschlitten lag, aufgefressen. Aber das darfst du ihm nicht erzählen. Sag ihm, dass seine Schwiegertochter das Geld gestohlen hat. Dann wird er seine Schwiegertochter erschlagen, und wir werden seine Seele bekommen." Nachdem das Böcklein so gesprochen hatte, verschwand es. Aber das kleine Mädchen, das auf dem Ofen saß, hatte alles gesehen und gehört. Die Frau erzählte Jezups nicht, wo sein Geld sich in Wirklichkeit befand, sondern handelte nach dem Rat des Böckleins, um Jezups Seele zu bekommen. Jezups und sein Enkeltöchterehen fuhren heim. Während Jezups das Pferd abschirrte und es in den Stall brachte, lief das kleine Mädchen ins Haus und erzählte alles, was das Böcklein mit dem Weib gesprochen hatte. Als Jezups in die Stube kam, wollte er seine Schwiegertochter erschlagen, aber man hielt ihn zurück und erzählte ihm, was das kleine Mädchen gesehen hatte. Da schlachtete Jezups die Kuh und fand in ihrem Magen die Geldbörse mit dem Geld. Das kleine Mädchen war Jezups guter Engel gewesen, das seine Seele gerettet hatte.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox