Die Teufel töten Menschen

From Pasakas un teikas
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Vecābrams war so weit gekommen, dass er kein Geld mehr hatte. Einmal — es war schon gegen Abend — saß er in seiner Kammer und dachte über seine Armut nach. Dabei seufzte er schwer. Ein anderer Erzähler sagt, es sei auf einem Waldweg geschehen. Da sprang ein hässlicher Mann hinter dem Ofen hervor:

"Was benötigst du? Brauchst du Geld? Das ist eine Kleinigkeit: du musst nur mit deinem Blut unterschreiben, dass du mir nach sieben Jahren deine Seele überlässt, dann wirst du soviel Geld haben wie nur möglich." Da dachte Vecābrams: "Sieben Jahre sind eine lange Zeit. Man kann sich mit dem Geld des Teufels ein schönes Leben machen und hat dann auch noch Zeit genug, sich zu bekehren." Er unterschrieb. Er bat den Teufel noch, er möchte sich nicht mehr in einer so hässlichen Gestalt zeigen, um nicht andere Menschen zu erschrecken. Der Teufel versprach es. Sobald Vecābrams etwas nötig hatte, kam der Teufel in der Gestalt eines schönen Jünglings hinter dem Ofen hervor und verschaffte ihm alles, was er wünschte. Vecābrams lebte jetzt als reicher Mann. Als die sieben Jahre jedoch bald ihrem Ende zugingen, begann sein Herz zu zittern: bald musste er seine Seele dem Teufel übergeben. Jetzt holte er die Bibel um darin zu lesen, aber da sprang sein Geldgeber hinter dem Ofen hervor und rief: "So nicht!" und nahm ihm das Buch weg. Schließlich war der letzte Tag herangekommen: Vecābrams musste dem Teufel seine Seele übergeben. Aber er wollte sich um jeden Preis retten. Deshalb beschloss er, zusammen mit seinem Gesinde in Dundaga zum Abendmahl zu gehen. Wieder zu Hause, zündete er Kerzen an, denn der Abend dämmerte schon. Er wollte noch ein Gebet sprechen. Alle schickten sich an, sich an den Tisch zu setzen und zu beten, da kam noch einer von seinem Gesinde von draußen herein. Mit ihm sprang ein soclher Wirbelwind zur Tür herein, dass die Kerzen erloschen und Vecābrams von einer unsichtbaren Macht über den Tisch und zur Tür hinaus und durch die Luft davongetragen wurde. Man bekam ihn nicht mehr zu sehen. Einen Arm fand man an der Landstraße neben einer Eiche und ein Bein in dem Vedala-Wald neben einer Kiefer (Die Kiefer steht noch jetzt, man hat in ihren Stamm ein Kreuz geschnitzt; die Eiche an der Landstraße ist aber niedergebrannt).

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