Die Teufel töten Menschen

From Pasakas un teikas
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In der Nähe von Skujene hauste früher der Teufel in dem sogenannten Velna pagrabs, Velna ala (Teufelskeller oder Teufelshöhle). Ein Mann war mit dem Teufel sehr befreundet: deshalb fehlte es ihm nie an Geld, obwohl er keine Arbeit tat.

Einmal war der Freund des Teufels wieder im Wirtshaus beim Zechen. Sein Nachbar beobachtete ihn und wunderte sich:

"Woher nimmst du nur das viele Geld? Verdienen tust du nichts, aber jeden Tag gibst du große Mengen Geld aus!"

"Wo ich es hernehme? Ich werde auch heute Abend Geld holen! Wenn du willst, kannst du gern mitkommen, dann wirst du es ja sehen!"

Gut, sie warteten bis Mitternacht, dann ging der Andere mit. Sie begaben sich zur Höhle des Teufels. Der Zecher kroch hinein und zerrte den Anderen auch mit. In der Höhle wimmelte es von Schlangen, Kröten und anderen Kriechern. An einem Tisch saß der Teufel selbst wie ein Herr. Als der Teufel sie beide sah, fragte er, was denn der andere Mann da suche?"

So und so, der wolle auch Geld haben "Gut," sagte der Teufel und hieß den Neuen, sich in den kleinen Finger zu schneiden und mit seinem Blut seinen Namen in das große Buch des Teufels zu schreiben. Aber der Mann gehorchte nicht gleich, sondern antwortete: er sei schon an einer Stelle mit dem Blut Jesu aufgeschrieben worden und er möchte nicht gern seinen Namen in ein anderes Buch schreiben.

Sobald er diese Worte ausgesprochen hatte, erhob sich in der Höhle ein solcher Wirbelwind, dass der Mann zur Tür hinausgeworfen wurde. Zu Hause erzählte er anderen von seinem Erlebnis. Man beschloss, am nächsten Morgen den Teufelskeller gemeinsam zu untersuchen. Gut. Sie betraten die Höhle. Und was fanden sie da? Sie fanden den guten Freund des Teufels — tot. Man hatte ihm den Kopf umgedreht: das Gesicht war jetzt im Rücken, der Hinterkopf auf der Brust.

Sie beschlossen, den Freund des Teufels im Keller zu lassen und die Höhle einfach zuzuschütten — dann werde er ein gutes Grab bekommen. Und so geschah es auch.

Aber kurze Zeit darauf musste ein Fremder an der Grabstelle des ehemaligen Freundes des Teufels vorbeifahren. Man ließ ihn jedoch nicht vorbei; jemand hielt das Pferd an und forderte ihn auf, drei Hand voll Erde von dem Grab im Namen Gottes zu holen — man werde ihn gut dafür entlohnen. Nichts zu machen, er folgte der Aufforderung und erfüllte die geringe Bitte. Als er zu seinem Pferd zurückkehrte, gab ihm der Unbekannte Aufforderer einige Goldstücke und sagte, dass er jetzt ruhig weiter fahren könne.

Am nächsten Tag sahen die Leute, dass das Grab des Freundes des Teufels geöffnet und sein Leichnam verschwunden war. Seit der Zeit hat sich der Teufel in jener Gegend nicht mehr sehen lassen.

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