Die Teufel töten Menschen

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Comments: Naudīšnieks schreibt in "Balss",1889 Nr. 21, dass die Leute des Grauzde-Gutshofes in alten Zeiten einen alten toten Bettler gefunden hatten. Der Gutsverwalter sagte, der Bettler sei von bösen Geistern umgebracht worden und befahl, ihn daher an der Stelle, wo er gefunden worden war, zu begraben. Früher wurde häufig geglaubt, dass man an Wegkreuzungen oder an Stellen, wo es spukt, nicht schlafen dürfe. Die Geister würden den Schläfer quälen und peinigen oder gar umbringen. Deshalb begrub man Menschen, die man an solchen Stellen tot auffand, nicht in der geweihten Erde des Friedhofs, sondern an derselben Stelle, wo sie gefunden worden waren. L. P.


An der Landstraße, die von Kandava nach Tukums führt, steht etwa eine Werst von Kandava entfernt an der linken Seite ein ziemlich hoher Berg. In alten Zeiten hat auf dem Berg eine Windmühle gestanden. Ein Jude hatte die Mühle gepachtet. Er war ein böser Mensch, der stahl und betrog, wann und wo er es nur konnte. Er heiligte keinen Sonntag, weder den christlichen, noch den des eigenen Glaubens. Aber mit dem Teufel war er im Bunde. Kinder hatte der Jude keine, obwohl er den Teufel selbst schon gebeten hatte, ihm zu Kindern zu verhelfen. Aber auch der Teufel tat es nicht. An windstillen Tagen dreht der Teufel die Windmühlenflügel. Aber der Teufel hatte ihm schon gedroht, ihn nicht am Leben zu lassen und auch die Mühle der Mühe wegen, die er beim drehen der Windmühlenflügel aufwenden musste, zu zerstören. Einmal kam der Jude sehr betrunken nach Hause gefahren. Unterwegs gesellte sich der Teufel zu ihm und sagte, dass er jetzt mitkommen müsse, denn er habe lange genug die Menschen betrogen. Wohl sträubte sich das Jüdchen, aber der Teufel riss ihn aus dem Wagen, nahm ihn unter den Arm und lief wie der Wind davon. Das Pferdchen ließ er auf der Straße zurück. Sobald der Teufel den Juden geholt hatte, versank auch die Mühle in die Erde. Noch lange hörte man an christlichen Sonntagen im Berg die Geräusche der Mühle. Einmal aber soll ein ganz alter Mann dreimal leise murmelnd um den Berg herumgegangen sein: seit der Zeit ist die Mühle verstummt. Man hört sie nicht mehr an Sonntagen im Inneren des Berges klappern und brummen.

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