Die Teufel töten Menschen

From Pasakas un teikas
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Ein Herr hatte an allem reichlich, und er bekam Lust, den Teufel zu sehen. Er ließ einen seiner Bauern rufen und befahl ihm: "Geh und schaff mir den Teufel herbei! Holst du ihn nicht, so werde ich dich verprügeln!" Was sollte der Bauer machen — er machte sich auf den Weg. Er war schon zwei Tage gegangen, aber den Teufel hatte er noch nicht gefunden. Am dritten Tag beim Sonnenaufgang sieht der Bauer, wie aus einem Berg in der Nähe der Straße ein junger Mann hervorgekrochen kommt und auf ihn wartet.

"Wohin gehst du?," fragte der junge Mann. "Der Herr hat mir befohlen, den Teufel zu holen, da er ihn sehen möchte, aber ich gehe bereits den dritten Tag und kann ihn nicht finden," antwortete der Bauer. "Du brauchst nicht weiter zu gehen, ich werde dir einen Teufel geben," sprach der junge Mann und übergab dem Bauer ein Papierröllchen, wobei er sagte: "Du sollst aber unterwegs nicht nachschauen, was in dem Röllchen drin ist! Wenn du auf dem Gut angekommen bist, so bitte den Herrn, sich in den Lehnstuhl zu setzen, ruf seine Frau, seine Kinder und die anderen Leute des Gutes herbei und öffne dann das Röllchen!" Der Bauer brachte das Röllchen dem Herrn und erzählte ihm, dass darin der Teufel verpackt sei. Auch die Frau und die Kinder des Herrn und die Gutsleute kamen herbeigeeilt, um den Teufel zu sehen. Der Herr setzte sich auf den Stuhl und wartete, dass der Bauer das Papier entrolle. Gleich darauf sprang aus dem Röllchen ein Teufel mit neun Köpfen und sieben Hörnern hervor. Er erwürgte den Herrn und verschwand.

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