Die Teufel töten Menschen

From Pasakas un teikas
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Einmal verendete einem Bauer, der mit dem Pferdewagen gerade unterwegs war, das Pferd auf der Straße. Was sollte der Bauer nun anfangen? Bis zu seinem Hof war es noch weit. Er ließ den Wagen und das verendete Pferd auf der Straße zurück und machte sich zu Fuß auf den Heimweg. Der Tag war heiß. Er wurde schnell müde, außerdem war er hungrig und durstig. Bald brach er vor Schwäche auf der Straße zusammen, aber als er die Augen wieder öffnete, sah er: neben ihm liegt ein Sack, ein sehr großer Sack.

"Vielleicht ist Geld in dem Sack," dachte der Bauer. Mit seiner letzten Kraft schleppte er sich bis zu dem Sack und öffnete ihn: der Sack war mit Gold gefüllt. Vor großer Freude verlor er den Verstand auf der Stelle und blieb neben dem Sack liegen.

Als die Frau des Bauern ihren Mann nicht zurückerwarten konnte, begab sie sich auf die Suche nach ihm. Sie fand auf der Straße das verendete Pferd und den zurückgelassenen Wagen und dachte, ihr Mann müsse dann auch in der Nähe sein. Sie legte noch etwa zehn Werst zurück. Da erblickte sie ihren Mann tot auf der Straße liegen und neben ihm lag ein alter leerer Sack.

Die Frau begann bitterlich zu weinen, aber was konnte sie machen? Sie beschloss auf den Hof zurückzukehren und ihre Nachbarn zu bitten, ihr zu helfen, den Mann heimzubringen und ordentlich zu bestatten. Als sie weiterging, begegnete sie einen Herrn. Der Herr blieb stehen und fragte die Frau: "Wohin des Weges?"

Die Frau erzählte ihm unter Tränen, dass ihr Mann tot auf der Straße liege und nicht weit von ihm sein totes Pferd. Sie wisse nicht, wie sie ihren Mann beerdigen könnte. Da sagte der Herr: "Sorge dich nicht, wir wollen zu deinem Mann zurückgehen; dann will ich dir helfen, ihn zu begraben."

Die Frau überlegte lange, dann sagte sie: "Nein, ich gehe nicht mit dir. Ich will lieber nach Hause gehen und den Pfarrer fragen, was ich mit meinem toten Mann machen soll."

Der Herr wollte sie noch lange überreden, aber die Frau hörte nicht auf ihn und setzte ihren Weg fort. Auf einmal sieht sie: auf der Straße liegt ein Sack mit Geld. Sie schaut den Sack an, denkt dann aber: "Es ist ja viel Geld, aber ich habe es nicht verdient." Sie wollte wieder weitergehen, da erschien derselbe Herr und fragte sie: "Warum willst du das Geld nicht haben? "Die Frau antwortete: "Wenn ich keinen Mann mehr habe, brauche ich auch das Teufelsgeld nicht. Meine Seele will ich dafür nicht verlieren!"

Da begann der Herr zu lachen. Die Frau bekreuzigte sich. Und plötzlich waren der Herr und der Geldsack verschwunden. Die Frau ging nach Hause und erzählte alles, was sich begeben hatte, ihren Nachbarn. Sie erzählte auch dem Pfarrer von dem Unglück ihres Mannes und von ihrem Erlebnis mit dem Geldsack. Der Pfarrer sagte:

"Gut, dass du das Geld nicht genommen und auf den Herrn nicht gehört hast; er war kein guter Mensch, sondern der Teufel selbst. Er hat auch die Seele deines Mannes genommen."

Die Frau gehorchte dem Pfarrer: sie betete zu Gott. Den Mann ließ sie unbegraben.

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