Die Teufel töten Menschen

From Pasakas un teikas
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Auf dem Gutshof von Lintene war in der Korndarre neben dem Darrofen eine gemauerte Bank errichtet, auf der der Darrofenheizer nachts schlafen konnte. Einmal wurde der Darrofenheizer, der in der Nacht auf der Bank geschlafen hatte, am nächsten Morgen tot neben der Bank aufgefunden. Da waren alle sehr erschrocken, denn, wer sonst hatte ihn dort umbringen können, wenn nicht der Teufel, der sich wahrscheinlich hatte erwärmen wollen.

Nur der Darrofenheizer Ruga wusste Rat. Er besorgte sich einen ordentlichen Knüttel aus Eberschenholz und schnitt in die Rinde neunundneunzig Kreuze ein. Als der Hahn zum ersten Mal krähte, betrat er die Korndarre und beklopfte mit dem Knüttel die Wände der Korndarre: dann müsse der Teufel die Flucht ergreifen Dennoch fand sich niemand, der in der Korndarre hätte schlafen wollen. Ruga selbst musste dort übernachten. Aber am nächsten Morgen fand man ihn ebenfalls tot. Erst jetzt begriffen die Leute, dass der Teufel sich zwischen den Steinen der Bank befinden musste. Sie rissen die Bank nieder und warfen die Steine in den See. Nur ein schönes glattes Stück Kalkstein wollte der Vogt aufbewahren lassen zur Ausbesserung der Hundehütte, an der ein Stein ausgebrochen war. Aber die Leute wollten den Stein nicht mehr auf dem Hof haben und warfen ihn ebenfalls in den See. Das Wasser begann große Blasen zu werfen, und die Leute freuten sich, dass der Teufel ertrunken sei.

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