Die Teufel töten Menschen

From Pasakas un teikas
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In einer Kirche ließen sich die Teufel sogar am helllichten Tage sehen, besonders im Turm. Der Glöckner war ein mutiger Mann und kümmerte sich nicht viel um sie, aber eines Tages ist es ihm doch schlecht ergangen. Es begab sich so: der Glöckner wollte gerade hinabsteigen, als er ein kleines grünes Männchen, das auf einer Treppenstufe saß, erblickte. "Ach, Gespenst, was gammelst du hier herum?" Und er stieß dem Grünen die Mütze vom Kopf. Der Grüne sagte nichts darauf. Aber was geschah? Nachts gab der Grüne dem Glöckner nun keiner Ruhe mehr und bedrängte ihn immer und verlangte: "Komm und setz mir die Mütze auf den Kopf! Komm und setz mir die Mütze auf den Kopf!" Der Glöckner hoffte jedoch, der Grüne würde ihn bald in Ruhe lassen. Aber nein, in der nächsten Nacht rückte er ihm noch ärger auf den Leib: "Komm, setz mir die Mütze auf den Kopf — oder es ist um dich geschehen!" Da denkt der Glöckner: "Das ist kein Scherz mehr, ich werde wohl gehen müssen!" Er nahm viele Leute mit und begab sich zusammen mit ihnen gerade um die Mittagszeit zu dem Grünen, ihm die Mütze auf den Kopf zu setzen. Aber der Grüne bestimmte: "Alle anderen sollen die Kirche verlassen. Komm du allein herein und setz mir die Mütze auf den Kopf!" Gut, die anderen Leute gingen wieder hinaus. Der Glöckner nahm den Hut und schickte sich an, ihn dem Grünen auf den Kopf zu setzen. In dem Augenblick hörte man einen Schrei — und der Glöckner war verschwunden, niemand weiß, wo er geblieben ist. Aber seit der Zeit hat man auch den Grünen nicht mehr gesehen.

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