Die Teufel töten Menschen

From Pasakas un teikas
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In einem Dorf lebte ein Pope mit seiner Frau. Hinter dem Dorf befand sich ein großer Wald und durch den Wald floss ein breiter Fluss. An einem Sommertag beschloss die Frau des Popen an den Fluss zu gehen und zu schwimmen. Sie begab sich an den Fluss, zog sich aus und stieg ins Wasser. Als sie im Wasser war, umfasste jemand ihren Fuß. Sie erschrak sehr. Aber ehe sie noch schreien konnte, kroch der Teufel aus dem Wasser hervor und verlangte von ihr, sie solle ihm in sein Unterwasserreich folgen. Zornig antwortete die Frau des Popen:

"Nie werde ich zu dir gehen! Dann folge ich schon lieber dem Teufel als dir!"

Schnell zog sie ihre Kleider an und lief nach Hause. Die Zeit verging.

Eines Tages ging der Pope mit seiner Frau im Walde spazieren. Sie gingen an dem Flussufer entlang und unterhielten sich. Da sah der Pope, dass der Teufel aus dem Wasser hervorgekrochen kam und zu ihm sprach: "Wie kannst du es wagen, mit meiner Frau spazieren zu gehen!"

Der Pope schaute den Teufel an und bekreuzigte sich. Da verschwand der Teufel sogleich. Der Pope fragte seine Frau: "Hast du auch den Teufel gesehen?"

Die Frau antwortete: "Nein! Vielleicht wollte er sich nur dir allein zeigen?" Sie gingen weiter. Der Pope begann seine Frau zu küssen. Da sieht er: wieder steht der Teufel da. Der Pope bekreuzigte sich, der Teufel verschwand. Wieder fragte der Pope seine Frau, ob sie auch den Teufel gesehen habe, und wieder antwortete die Frau, sie hätte nichts gesehen. Da sagte der Pope zu seiner Frau: "Wollen wir uns ein weinig aufs Gras setzen." Sie wollten sich schon setzen, da erblickte der Pope wieder den Teufel. Diesmal wurde der Pope wütend und schlug den Teufel mit dem Stock auf den Kopf. Der Teufel lachte auf und verschwand. Da fragte die Frau den Popen: "Was hast du nur heute? Ich sehe nichts, aber du kommst mit dem Teufel gar nicht zur Ruhe."

Da sagte der Pope zu seiner Frau: "Gehen wir heim. Man muss beten — vielleicht habe ich viel gesündigt." Sie machten sich auf den Weg nach Hause. Um schneller heimzukommen, schlug der Pope vor, geradeswegs durch den Sumpf zu gehen.

Als sie an den Sumpf kamen, sagte die Frau des Popen:

"Ich habe Angst, durch den Sumpf zu gehen, wir wollen lieber einen Umweg machen!"

Der Pope aber sagte: "Ich gehe!" Aber der Pope fiel ins Moor und ertrank. Als die Frau sah, dass der Pope ertrank, blieb sie stehen und dachte nach. Plötzlich trat der Teufel ihr entgegen und sagte: "Du gehörst mir! Erinnerst du dich noch daran, wie du beim Schwimmen gesagt hast, du würdest lieber dem Teufel folgen?"

Die Frau wollte darauf etwas antworten, aber der Teufel packte sie und verschleppte sie in seine Hölle. Dort leben nun die Frau des Popen und der Pope selbst und dienen dem Teufel.

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