Die Teufel stiften die Menschen an, sieh zu erhängen

From Pasakas un teikas
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Es lebten einmal drei Mägde. Sie wollten gern wissen, was die Menschen empfinden, die sich aufhängen. Sie überlegtem nicht lange, sondern nahmen einen Strick und begaben sich in die Scheune. Die jüngste Magd war mutiger als die älteren, sie sagte: "Ich werde mich aufhängen, aber ihr müsst gut aufpassen: sobald ich mit den Beinen zu strampeln beginne, müsst ihr mir einen Klotz unter die Füße schieben und die Schlinge von meinem Hals lösen!"

Die älteren Mägde waren damit einverstanden und die jüngste legte sich die Schlinge um den Hals und ließ sich fallen. Die älteren Kameradinnen beobachteten sie: nicht lange, da begann sie mit den Beinen zu strampeln. Die älteren kamen gleich mit der Bank herbeigeeilt und wollten sie ihr unter die Füße schieben. Plötzlich — woher er kam, woher nicht — sprang ein Polizist auf sie zu und begann sie anzuschreien und zu beschimpfen: sie hätten einen Menschen erhängt. Die Mägde erschraken so, dass sie vergaßen, der jüngeren die Bank unter die Füße zu schielen. Kurz darauf war der Polizist verschwunden. Die Mägde eilten auf die Freundin zu, die sich aufgehängt hatte, aber sie war schon tot. Da fielen den Mägden wie Schuppen von den Augen: der Polizist war kein Polizist, sondern der Teufel selbst gewesen, der jetzt eine Seele gewonnen hatte.

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