Die Teufel ziehen den Menschen die Haut ab

From Pasakas un teikas
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Eines Tages begaben sich zwei Bauern in den Wald und nahmen ihren Hund mit. Aber im Walde verirrten sie sich. Gegen Abend fanden sie eine Hütte, in dem ein altes Mütterchen mit gesenktem Kopf am Feuer saß.

"Guten Abend, Großmutter!"

Aber die Alte erwiderte den Gruß nicht.

"Warum bist du so schlecht gelaunt? Willst du uns kein Nachtlager gewähren?"

Schließlich begann die Alte doch zu reden und erlaubte ihnen, im anderen Kämmerlein zu übernachten. Die müden Männer waren bald neben ihrem Hund eingeschlafen und träumten von ihrem Hof. Plötzlich — mitten in der Nacht — wurde das Fenster eingeschlagen und etwas Schwarzes fiel über den Hund her.

Während nun der Hund mit dem Schwarzen kämpfte, sprangen sie zum Fenster hinaus und flohen. Sie liefen und liefen, bis sie ganz außer Atem waren. Da blieben sie stehen, um ein wenig zu verschnaufen. Aber wie sollten sie zum Verschnaufen kommen: der Schwarze jagte ihnen nach, dass die Erde erzitterte.

Es fehlte nicht viel — und der Schwarze hätte sie eingeholt. Aber da krähte der Hahn: kikeriki-i-i!

"Diesmal habe ich nur die Haut des Hundes bekommen. Hätte der Hahn nicht gekräht, so hätte ich eure Haut ebenfalls bekommen!" rief der Teufel aus und verschwand. Die Bauern gingen in die Richtung, aus der der Hahnenschrei erscholl, und kamen glücklich nach Hause.

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