Die Teufel ziehen den Menschen die Haut ab

From Pasakas un teikas
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Ein Jude war allein in der Badestube. Als er auf der Schwitzbank lag, erblickte er vor dem Badestubenofen ein blaues Feuerchen. Nur mit einem Hemd bekleidet rannte der erschrockene Jude den Berg hinauf zum Wohnhaus, wo er den Anderen erzählte, was er gesehen hatte. Aber die Anderen lachten den Juden nur aus und so verblieb es.

Nächstes Mal trafen sich drei Juden auf demselben Bauernhof und gingen wieder zur Badestube. Der erste Jude erzählte seinen Kameraden, was er damals mit dem blauen Feuerchen erlebt hatte.

"Du Dummkopf!" antwortete einer der anderen Juden: "das bedeutet doch, dass sich dort ein Schatz befindet!"

Kaum hatte er das ausgesprochen, da sahen sie: das blaue Feuerchen flatterte wieder vor dem Badestubenofen.

Als der ängstliche Jude es sah, stürzte er sich gleich zur Tür hinaus, aber im Laufen — ob nun mit oder ohne Absicht — hatte er den Badequast auf das Feuerchen geworfen; davon war das Feuerchen augenblicklich erloschen.

Als die beiden anderen Juden ihren Kameraden nicht zurückerwarten können, gehen sie nach einer Weile hinaus. Sie öffnen die Tür und sehen: auf einem Häuflein Asche liegt nur die Haut des dritten Juden. Selbst ist er verschwunden. Man sieht nur einem schwarzen Wirbelwind, der sich in die Luft erhebt. Man hört jemand stöhnen — weiter nichts.

Die beiden Juden, tödlich erschrocken, rannten ganz nackt den Berg hinauf.

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