Die Teufel ziehen den Menschen die Haut ab

From Pasakas un teikas
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In alten Zeiten lebte auf einem Bauernhof ein junges Mädchen, das eine sonderbare Gewohnheit hatte: sie pflegte sehr spät abends zu spinnen. Als die anderen Mägde sie aufforderten, zur Ruhe zu gehen, antwortete sie: "Ich muss noch das Bärtchen verspinnen, dann gehe ich zur Badestube!"

Die anderen Mägde legten sich schlafen, sie aber saß noch immer am Spinnrad. An einem Samstagabend, als die Frauen in der Badestube beim Baden waren, kamen viele Fremde Jungherren herein, denn damals badeten Männer und Frauen zusammen. Sie wuschen den Mädchen den Rücken und unterhielten sich. Die anderen Mägde waren schon fertig und verließen die Badestube, aber die Spinnerin blieb noch mit den fremden Jungherren zusammen und sprach mit ihnen. Als die Frauen von der Badestube nach Hause gingen, sagte unterwegs das Hirtenmädchen: "Das waren keine guten Menschen, sie hatten Hörner und Schwänze!" "Dann sind es ja Teufel gewesen!" schrie eine Magd auf und rannte ins Haus.

Das Mädchen kam und kam nicht zurück. Die anderen Frauen beschlossen, dass das wohl eine schlimme Bedeutung haben müsse. Sie machten sich auf den Weg, um nach dem Mädchen in der Badestube zu schauen. Als sie an die Badestubentür kamen, erblickten sie durch eine Ritze ein blaues Feuerchen. Sie hörten, dass das Mädchen halb lachte, halb weinte und das es dabei stöhnte. Da wagten die Mägde nicht, die Badestube zu betreten und liefen nach Hause zurück. Sie erzählten dem Bauer dass Teufel in der Badestube seien und dass das Mädchen bei ihnen geblieben sei. Jetzt höre man sie in der Badestube, lachen, stöhnen und weinen.

Nun begab sich der Bauer selbst zur Badestube. Er riss die Tür auf und schrie: "Heraus aus meiner Badestube! Herr Jesu, hilf!"

Da verließen die Teufel grinsend die Badestube. Als der Bauer an das Mädchen herantrat, dass auf der Schwitzbank ausgestreckt lag, sah er, dass man ihr Inneres aufgefressen hatte und dass in ihrer Haut ein Teufel lag, der halb weinte, halb stöhnte.

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