Die Teufel fressen Menschen

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Ein Bauer fuhr von der Stadt nach Hause. Es wurde Abend. Es begann zu regnen, in der Nähe aber war kein Wirtshaus zu finden. Der Mann dachte bei sich: "Wie gern würde ich ein Obdach suchen, wenn ich nur eins in der Nähe wüsste!"

Kaum hatte er den Gedanken zu Ende gedacht, als er auch schon ein Haus in der Nähe erblickte. Er fuhr heran: es war eine Korndarre. Nun, wenn es auch nur eine Korndarre war — sie würde ihm Schutz bieten. Er schirrte sein Pferd ab, warf ihm Heu vor und betrat selbst die Korndarre, um seine Wegzehrung zu Abend zu essen. Während er friedlich beim Essen war, kam ein großer Kerl — der Teufel — herein und fragte ihn barsch, wer es ihm erlaubt habe, die Korndarre zu betreten. Der Bauer antwortete: erlaubt hätte es ihm wohl niemand, er sei eben von sich aus hereingekommen.

Nun, dann solle er ihm (dem Kerl) auch zu essen geben!

Der Bauer reichte ihm von seinem Brot, und der Teufel kaute so eifrig, dass die Zähne hart auf einander stießen. Als er gegessen hatte, hieß er den Bauer, Feuer im Ofen anzumachen. Gut, der Bauer machte Feuer an. Jetzt solle er einen dünnen Stock herein holen. Der Bauer holte einen Stock herein, der nicht viel dicker war als sein Peitschenstiel. Nein, der sei zu dünn, er solle einen dickeren holen. Da holte er einen dickeren. Der Teufel nahm ihn und begann ihn mit dem Messer zu einem Spieß an zuspitzen. Der Bauer aber betete in seiner Angst: "Heiliger Jesu, wo sind nun deine Wachhunde?"

Plötzlich — woher sie kamen, woher nicht — eine große Schar Hunde brachen in die Korndarre herein, stürzten sich auf den Teufel und vertrieben ihn. Der Bauer spannte das Pferd an und machte, dass er von dem besessenen Ort fortkam. Die Hunde begleiteten ihn, bis es hell wurde.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox