Die Teufel fressen Menschen

From Pasakas un teikas
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Der Gutsherr von Tirza fuhr oft an dem Friedhof von Tirza vorbei, wenn er seine Verwandten besuchen wollte. Jedes Mal kamen zwei schwarze Herren vom Friedhof auf die Straße und riefen dem Herrn zu, er möchte zu ihnen auf den Friedhof kommen. Aber der Kutscher zog die Pferde eins über und fuhr schnell davon. Der Herr veranstaltete ein Fest. Dabei erzählte er auch anderen Herren, dass es eine unangenehme Sache sei, an dem Friedhof von Tirza vorbeizufahren. Er berichtete ihnen auch von den zwei schwarzen Herren. Die anderen Herren wollten es nicht glauben. Aber das missfiel dem Herrn, dass die anderen Herren ihm nicht glauben wollten. Er schloss mit ihnen eine Wette um eine große Summe Geldes. Der Herr schrieb einen Brief an seine Verwandten und übergab ihn einem der Gäste, der an dem Friedhof vorbeifahren und ihn den Verwandten bringen sollte. Aber sobald der Herr am Friedhof angekommen war, waren die zwei schwarzen Herren zur Stelle: der Eine hielt das Pferd am Kopf fest, der Andere zwang den Herrn aus dem Schlitten zu steigen und ihm auf den Friedhof zu folgen. Auf dem Friedhof erhob sich ein Wirbelwind, brach ein Grab auf und warf dem Sarg den Deckel ab. Der Schwarze Herr schickte den Großherrn ans Grab und hieß ihn, das Kästchen zu holen, das der Tote auf der Brust hatte. Der Herr weigert sich. "Fürchte dich nicht, es wird dir gar nichts geschehen, du kannst das Kästchen ganz ruhig holen!" sagt der Schwarze. Schließlich lässt sich der Großherr überreden. Er holt das Kästchen. In demselben Augenblick sind der schwarze Herr und das offene Grab verschwunden. Der Großherr überbringt den Brief und kehrt am nächsten Morgen auf das Gut des Gastgebers zurück. Die anderen Herren fragen ihn, wie er die Fahrt überstanden habe. So und so. Und nun muss er noch so viele Tausender Geld verlieren! Aber es ist nichts zu machen! Die anderen Herren sind überrascht und erschrocken. Alle wundern sich über das Kästchen, das der Herr vom Friedhof mitgebracht hat. Niemand wagt es, das Kästchen aufzumachen. Man ruft den Pfarrer. Der Pfarrer öffnet das Kästchen. In dem Kästchen befinden sich sieben Hostien. Da las der Pfarrer im Kirchenbuch nach: ein Jüngling war siebenmal zum Abendmahl gekommen, hatte die Hostien jedoch nicht aufgegessen, sondern versteckt. Auf seinem Sterbelager bat er, ihm die Hostien mit in den Sarg zu geben. Der Teufel, der schon längst den Leib des Jünglings verzehren wollte, war nicht an ihn herangekommen, weil der Tote die Hostien auf der Brust hatte.

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