Velni ēd cilvēkus / Die Teufel fressen Menschen

From Pasakas un teikas
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Latviski (edit) Deutsch (edit)
Vīnā vīnsātā dzeivuoja veirs ar sovu sīvu. Tyvuokajā cīmā nūmyra mozs bārns un veiru ar sīvu īaicynuoja bērēs. Bēru dīnā zam vokora veirs aizguoja uz bērem, bet sīva palyka muojuos pabeigt audaklu aust. Sīva steidzas un grib mudruok pabeigt sovu dorbu, lai ogruok aizīt uz bērem, bet jai nasaveic: vys pynas un pynas. Ustobā īguoja napazeistama buoba. "Vai īsi uz bērem?" prosa īguojēja. "Īšu, bet pyrmuok gribu audaklu pabeigt aust!" atbildēja sīva. "Dūd, es tev paleidzēšu, bet tu ej spryudu teitu!" soka īguojēja. Sīva tyn spryudus un navar īspēt teit, kai mudri auž īguojēja. Sīva tyna, tyna spryudus un īsavēra, ka īguojēja ar gūvs kuojam. "Rogona jau paša ir!" padūmuoja sīva un nūsabeida. Beidzja aust audaklu, īguoja un soka: "Tagad īsim uz bērem! Bet, varbyut, tu ēst gribi?" "Nā, nagribu! Tyuleņ aizīsim uz bērem un tiksim uz lelom vakariņom!" atbildēja sīva. "Tu jau manis nūsabeidi!" soka īguojēja. "Nā, nanūsabeidu!" atbildēja sīva. "Es radzu, ka tev gribis ēst, tuodēļ tyuleņ atnesšu!" pasacīja, izguoja un aizguoja. Sīva palyka prīcīguoka, ka izdabuoja nu ustobas nalyugtu vīšņi un, salasījuse vysas rožoncas un škaplerus, aizsēja durovas, bet paša atsametja ceļūs un skaita puotorus. Na par ilgu laiku pi sinču durovom pīguoja rogona un radzādama, ka durovas aiztaisītas, suoka klīgt: "Atraisi važas un laid mani īškā!" Bet sīva vys skaita puotorus. Radzādama, ka juos nalaiž īškā, rogona suoka grauzt sinču durovas. Grauzja, grauzja, izgrauzja lelu caurumu un īleida sincēs, bet ustobā navarēja tikt. Otkon rogona suoka grauzt ustobas durovas un izgrauzja lelu caurumu, bet sīva vys skaita puotorus ni dzeiva, ni myruse. Tikkū rogona ībuozja kuoju pa caurumu leist ustobā, gailis aizdzīduoja, nazkas sincēs aizbrakšēja un rogona pazuda. Naktī atguoja veirs un breinuojas radzādams, ka sinču un ustobas durovom izgrauzti caurumi. Veirs pa caurumim īleida ustobā un redz, ka sīva nūsabeiduse skaita puotorus. Sīva izstuostīja veiram sovu nalaimi un aizguoja obi gulātu. Reitā veirs pīsacēļa nūguoja zyrgam ēst dūtu. Sincēs nazkaids taids solts pīsadyura jam pi kuoju. Veirs atsagrīzja un īsavēŗa mozū myrūnīti, kuru vakar paglobuoja. Tai rogona gribēja sīvu pabaruot ar nabašnīka gaļu un tad nūnuovēt. Auf einem Bauernhof lebte ein Mann mit seiner Frau. Auf dem Nachbarhof war ein kleines Kind gestorben, und der Mann und seine Frau waren zur Beerdigung und zum Leichenschmaus eingeladen. An dem Tag der Beerdigung, begab sich den Mann gegen Abend zum Leichenschmaus. Die Frau blieb noch zu Hause, denn sie wollte die Leinwand zu Ende weben. Sie beeilte sich bei der Arbeit, um auch noch rechtzeitig zum Leichenschmaus zu kommen, aber die Arbeit ging ihr gar nicht von der Hand: das Garn riss und verknotete sich. Plötzlich betrat eine Frau das Zimmer. "Gehst du zum Leichenschmaus?," fragte die Fremde. "Ich werde wohl gehen, aber erst will ich die Leinwand zu Ende weben!," antwortete die Frau. "Dann will ich dir helfen. Du sollst nur spulen!," schlug die Fremde vor. Die Frau kam mit dem Spulen gar nicht so schnell nach: so flink war die Fremde beim Weben. Die Frau spulte und spulte und bemerkte plötzlich, dass die Fremde Kuhfüße hatte. "Das muss ja eine Hexe sein!," dachte die Frau erschrocken. Die Leinwand war schnell fertig, die Fremde sagte: "Jetzt können wir zum Leichenschmaus gehen! Aber vielleicht hast du Hunger?" "Nein, ich habe keinen Hunger! Wir werden ja gleich gehen und genug zu essen bekommen!" "Du fürchtest dich ja vor mir!," sagte die Fremde. "Nein, ich fürchte dich nicht!," antwortete die Frau. "Aber ich sehe schon, dass du hungrig bist, deshalb werde ich gleich etwas besorgen!," rief die Fremde und ging hinaus. Die Frau freute sich, dass sie sie wenigstens aus dem Haus hinausbekommen hatte. Sie suchte schnell alle Rosenkränze herbei und band die Tür zu. Selbst sank sie auf die Knie und betete. Nicht lange, da kam die Hexe an die Tür des Vorhauses. Als sie die Tür verschlossen fand, begann sie zu schreien: "Mach die Tür auf und lass mich herein!" Aber die Frau fuhr fort zu beten. Als die Hexe merkte, dass die Frau nicht öffnen würde, begann sie ein Loch in die Außentür zu nagen. Sie nagte und nagte, bis sie ein großes Loch in die Tür genagt hatte. Dann kroch sie durch das Loch ins Haus. Aber in die Stube kam sie nicht herein. Nun begann die Hexe ein Loch in die Stubentür zu nagen. Bald war das Loch so groß, dass sie hätte durchkriechen können. Die Frau betete weiter — mehr tot als lebendig. Als nun die Hexe ihren Fuß durch das Loch in der Tür steckte, um ins Zimmer zu kriechen, krähte plötzlich der Hahn. Die Hexe verschwand. Als der Mann in der Nacht nach Hause kam, wunderte er sich, als er die großen ausgenagten Löcher in der Außen- und in der Stubentür bemerkte. Er kroch durch das Loch in die Stube und erblickte seine Frau, die in ihrer Angst noch immer betete. Die Frau erzählte dem Mann von ihrer Not, dann begaben sich beide zur Ruhe. Am nächsten Morgen stand der Mann früh auf, um sein Pferd zu versorgen. Im Vorhaus stieß sein Fuß an etwas Kaltes. Der Mann drehte sich um und bemerkte den kleinen Leichnam, den sie gestern beerdigt hatten. Die Hexe hatte die Frau mit dem Fleisch des Leichnams füttern wollen, um sie dann umzubringen.
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