Die Teufel werden betrogen

From Pasakas un teikas
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Comments: Diese Sage weist Bestandteile aus den Märchen über den dummen Teufel auf. P. Š.


Eines Tages begegnete ein Riese einem Jungen, der sehr betrübt war. "Warum bist du denn so betrübt, Söhnchen", fragte der Riese.

"Ich habe keine Arbeit!"

"Nimm dieses Stöckchen, es hat zwölf Einkerbungen: berührst du die erste, so wirst du die doppelte Kraft haben, berührst du die zweite, wirst du dreifach so stark wie jetzt, und so geht das immer weiter."

Der Junge bedankte sich und ging weiter. Er ging und ging, bis er einem schwarzen Herrn begegnete — das war der Teufel. Der Teufel fragte ihn, was er suche.

"Arbeit!"

"Gut, ich will dir Arbeit geben, aber die musst du denn auch verrichten können".

Da befahl ihm der Teufel, zuerst eine dicke Eiche zu fällen nach Hause zu bringen und die Badestube damit einzuheizen. Der Junge verlangte ein Pferd und eine Axt. Der Teufel gab ihm eine Schimmelstute und eine wertvolle Axt.

"Die Axt taugt nichts! Gibst du mir keine bessere, so werfe ich diese so hoch in die Luft, dass sie erst in hundert Jahren wieder auf die Erde zurückfällt."

Der Teufel erschrak und ließ eine zehnmal so große und schwere Axt schmieden. Der Junge fuhr in den Wald, fällte die Eiche lud sie auf den Wagen, brachte sie nach Hause, zerhackte sie zu Brennholz und heizte die Badestube ein. Jetzt befahl der Teufel ihm, gute Badequaste zu binden und in der Badestube eine tiefe Grube zu schaufeln, in die er das Badewasser hineinschütten sollte. Der Junge hatte für sich einen Badequast aus weichen belaubten Zweigen gebunden, für den Teufel aber hatte er Dornbuschzweige eingeflochten. Sie beklopften sich ordentlich jeder mit seinem Badequast, sie warfen immer mehr und immer stärkeren Dampf auf. Auf einmal begann der Teufel zu klagen: seine Haut brenne und schmerze schon. Der Junge antwortete: "Aber meine schmerzt nicht! Ich kann ja auch mehr aushalten als du!" "Das wird auch stimmen," dachte der Teufel und gab sich zufrieden.

Am nächsten Tag musste der Teufel zur Hochzeit. Der Teufel befahl dem Jungen, Wasser anzuwärmen, die Kinder des Teufels zu baden und sie dann ebenfalls zur Hochzeit zu bringen. Beim Betreten des Hochzeitshauses solle er ihm zwölfmal mit dem Auge werfen (Augen werfen, Blicke zuwerfen). Gut, am nächsten Morgen brachte der (der Junge) Wasser zum Sieden, warf die Teufelskinder hinein und wusch sie, indem er sie immer im Kessel umrührte. Die armen Kinder wurden verbrüht. Da setzte er die Verbrühten in den Wagen, stach ihnen auch noch die Augen aus und fuhr zum Hochzeitshaus. Als er dort angekommen war, warf er zwölfmal nach dem Teufel mit den Augen seiner eigenen Kinder. Der Teufel sprang gleich auf ihn zu: ob er auch richtig alles gemacht hat? "Ja, alles richtig!" Der Teufel ging hinaus: woher denn richtig! Seine Kinder waren verbrüht! Gleich eilte er nach Hause. Jetzt wollte er den Jungen um jeden Preis umbringen. Aber wie? Da hatte er einen Einfall: er befahl ihm, am nächsten Morgen den großen Stier von der Weide zu holen und ihn zu schlachten. Aber das war kein großes Unglück: der Junge packte den Stier bei den Hörnern und brachte ihn wie einen Bruder heim. Unterwegs riss er sich zwar einmal los und begann mit den Hörnern nach seinem Führer zu stoßen, aber der zerrte ihn in die Scheune, warf ihn über den Balken und schlachtete ihn wie einen Iltis. Der Stier war ein Teufel. Der Junge gerbt die Stierhaut und machte sich daraus eine große Tasche.

Am nächsten Tag gingen sie fischen. Sie fischten so lange, bis das Netz so voll wurde, dass sie es nicht mehr herausziehen konnten. Da hörten sie, dass sich Männer im Wirtshaus schlugen und einer von ihnen rief: "Wenn dich doch der Teufel holen würde, wenn dich doch der Neunköpfige holen würde!"

Da fegte der Teufel davon. Sobald der Teufel davongelaufen war, zog der Junge nicht weiter an dem Netz. Auch er lief davon. Aber der Teufel kehrte bald zurück und wollte jetzt dem Jungen den verdienten Lohn auszahlen, denn es waren rund 100 Jahre vergangen (die er in seinem Dienst verbracht hatte). Der Teufel wollte ihm soviel Geld geben, so viel er nur tragen konnte. Der Teufel begann das Geld zu schütten, der Junge aber rief noch und noch mehr herbei, so dass der Teufel gar nicht so viel Geld ausschütten konnte, wie er zu tragen vermochte. Schließlich musste der Teufel sein ganzes Geld hergeben. Wütend spie er aus und machte sich davon. Der Junge war jetzt jedoch sehr reich.

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