Die Teufel werden geschlagen

From Pasakas un teikas
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In einer Korndarren Kammer hausten viele Geister. Aber es fand sich auch ein Mann, der vor ihnen keine Angst hatte.

Er nahm sich vor, die Nacht in dem Kämmerlein zu verbringen. Als er das Kämmerlein betrat, nahm er einen Lindenknüttel mit.

Gegen Mitternacht hört der Mann, dass auf den Darrbalken jemand wie ein Hund gähnt, nach einer Weile — dass jemand wie ein Hund japst. Er liegt nur weiter und hört, dass jemand herunterspringt ihn an den Füßen packt und schreit: "Katri! katri! katri!" Der Mann herrscht ihn an: "Wirst du wohl Ruhe geben!" Nach einer Weile springt jemand wieder von den Darrbalken herunter, packt den Mann bei den Beinen und ruft: "Katri, katri, katri, katri!"

"Wirst du wohl Ruhe geben?," herrscht der Mann ihn an.

Aber kurz darauf springt wieder jemand von den Darrbalken herunter, packt den Mann an den Füßen und schreit: "Katri, katri, katri, katri!"

"Wenn ich aufstehe, dann wirst du deine "katri, katri, katri" zu spüren bekommen!"

Und der Mann sprang auf und begann alle Teufel und "jodi" (böse Geister) durch das Kämmerlein zu scheuchen und zu verfolgen. Jeder sah zu, dass er herauskam, aber die Korndarrentür war verschlossen. Da sie nicht zur Tür hinaus konnten, sprangen sie zum Fenster hinaus. Der Mann aber schlug nur mit seinem Lindenknüttel zu.

Einer hatte seine Mütze im Kämmerlein zurückgelassen. Der kam wieder zurückgekrochen. Der Mann schnitt ihm die Zunge ab und ließ ihn dann laufen.

Der Teufel mit der abgeschnittenen Zunge rannte den Anderen nach und schrie: "Blja, blja, blja!"

Da glaubten die Teufel, der Mann, aus dem Kämmerlein verfolge sie, und rannten was sie nur konnten.

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