Die Teufel werden geschlagen

From Pasakas un teikas
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In der Badestube von Virslava lebte einmal ein alter Mann. Er wurde Miķelis genannt. Eines Nachts hörte Miķelis, dass auf dem Badestubenofen jemand tanzte. Miķelisstand von seinem warmen Lager auf und ging hinaus. Er schnitt einen dicken Zweig von einer Eberesche ab und machte daraus einen Stock. In den Stock schnitt er neun Kreuze ein. In der nächsten Nacht war der Tänzer wieder zur Stelle. Der alte Miķelis ergriff seinen Ebereschenstock und begann den Tänzer damit zu prügeln. Der Tänzer floh jedoch nicht, sondern tanzte nur wie verrückt weiter.

Eines Morgens begab sich eine Frau in die Badestube um Eimer zu holen. Sie hielt eine hölzerne Kelle mit glühender Kohle in die Hand. Damit wollte sie Feuer im Ofen anmachen. Als die Frau nun die Badestubentür öffnete, erblickte sie auf dem Ofen einen zottigen schwarzen Hund hocken. Der Hund sperrte das Maul weit auf und wollte die Frau zerfleischen, aber die Frau stieß ihm die Kelle mit den glühenden Kohlen in den Rachen. Jaulend lief der Hund in eine Ecke der Badestube und verschwand. Seit der Zeit hat sich der Schwarze Hund in der Badestube von Virslava nicht mehr sehen lassen. Der schwarze Hund war der König der Teufel gewesen.

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