Perkons (der Donner) verfolgt die Teufel

From Pasakas un teikas
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Comments: Vgl. Sagen Nr. 223-228 aus Bd. XIII. P. Š.


Der große Sumpf zwischen den Gemeinden Gārsene und Baltā muiža soll früher ein See gewesen sein. In jenem See lebte der oberste der Teufel — der Teufel aller Teufel. Dieser Teufel hatte die Tochter des Königs dieses Landes in den See gelockt. Der König beklagte sich bei Gott. Da wurde Gott zornig und beschloss, den See zuwachsen zu lassen. Ehe man sich versah, hatte sich der See in ein Moor verwandelt. Gott kannte jedoch nicht die Schlauheit des Teufels: die Mitte des Sees war nicht zugewachsen. Der Teufel lebte gut in der Mitte des Sees, rings herum das Moor. Da schickte Gott den Pērkons los. Aber sobald der Teufel ihn erblickte, verwandelte er sich in eine Katze. Die Katze sprang auf den Schoß des Hirtenmädchens — und so lebte er weiter. Da beschloss Gott, den Teufel zu erschlagen. Einmal zählte der Teufel auf dem Zaļuma kalns (Grüner-Berg) sein Geld. Gott ergriff einen großen Stein und schleuderte ihn nach dem Teufel. Aber was kannst du einem solchen schon anhaben? — Der Teufel wich zur Seite, der Stein flog vorbei, und der Teufel verschwand in dem Sumpf. Nur das Geld hatte er nicht mitnehmen können. Deshalb soll sich noch heute unter dem Stein ein mit Geld gefüllter Topf befinden. Aber wer soll nun wissen, welcher Stein das ist. Der Teufel blieb zwar am Leben, aber der See wuchs ganz zu. Heute hat sich auch die Mitte des Sees in ein Moor verwandelt.

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