Perkons (der Donner) verfolgt die Teufel

From Pasakas un teikas
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Ein Mann ging einmal zum Holzhacken in den Wald. Da bezog sich der Himmel, und da er Regen fürchtete, stellte er sich unter eine belaubte Eiche. Während er dort stand, kam ein kleiner Teufel angelaufen, rannte zu einer daneben liegende Höhle und rief: "Großvater, gib mir meine Mütze!" Als er seine Mütze bekommen hatte, erhob er sich in die Luft und flog davon. Ebenso machten es auch die anderen jungen Teufel, deren er insgesamt zwölf zählte. Als nun kein Teufelchen mehr kam, ging er selbst zur Höhle und rief: "Großvater, gib mir meine Mütze!" Aus der Höhle kam die Antwort: "Deine Mütze ist nicht mehr hier, wahrscheinlich hat einer der Teufel zwei ergriffen. Aber hier hast du Großvaters Mütze". Der Mann besah sich die Mütze, und es erwies sich, dass sie aus den Hand- und Fußnägeln eines Menschen angefertigt war. Aber kaum hatte er sie auf seinen Kopf gesetzt, da erhob auch er sich in die Luft und wurde zu den übrigen Teufeln fortgetragen. Da konnte er beobachten, was für Bosheiten sie den Menschen zufügten. Der Eine hauste im Krug und trieb die Leute vom Trinken und Raufen an. Ein Anderer trat in ein Haus und stiftete Zwietracht zwischen Mann und Frau, Bauer und Knechten an. Wieder ein Anderer hielt die Leute vom Kirchenbesuch zurück und lehrte sie zu rauben und zu morden. Der Mann kehrte wieder zur Eiche zurück und warf die Teufelsmütze zu Boden. Da auf einmal fuhr ein gewaltiger Blitz nieder und zerstörte und verbrannte die Höhle mitsamt der fortgeworfenen Mütze.

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