Perkons (der Donner) verfolgt die Teufel

From Pasakas un teikas
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Comments: Lerchis-Puškaitis hat noch eine Sage (VII, 1, 478, 9) über den Engure-See zugesandt bekommen: in dieser Sage bittet der Pērkons einen Fischer, ihn in seinem Boot ans andere Ufer zu bringen. Als sie mitten auf dem See waren, wo sich der Teufel befand, schlug der Pērkons ins Wasser. Für das Übersetzen hat Pērkons den Fischer mit einem reichen Fischzug entlohnt. P. Š.


In dem Skapari-Wald der Naudīte-Gemeinde, in der Nähe des Rītenieku Sees oder Moores, befindet sich ein großer, z.T. gespaltener Stein. Früher soll der Stein viel größer und heil gewesen sein. Damals soll ein kleines, sonderbares Männlein unter dem Stein gehaust haben, der gern die Hirten und die Nachthüter zu narren und zu verspotten pflegte. Einmal ging ein armer Mann, der auf der Jagd gewesen war, zur Gewitterzeit an dem Stein vorbei nach Hause. Der Donner schlug fürchterlich, während das sonderbare Männlein auf dem Stein herumtanzte, um dann von Zeit zu Zeit wieder unter dem Stein zu verschwinden. Der Alte hielt ihn für ein Waldtier und beschloss, ihn zu erschießen. Da er keine Kugel mehr in seiner Tasche fand, lud er die Büchse mit den Knöpfen seines Rockes. Dann schoss er. Der Spuk heulte auf und verschwand unter dem Stein. Der Jäger setzte seinen Weg fort. Unterwegs begegnete er einem alten graubärtigen Mann, der einen großen Knüttel in der Hand trug. Der Mann hielt den Jäger an und sagte: "Du hast ein gutes Werk getan! Denn du hast den Teufel erschossen, den ich schon seit langer Zeit verfolge." Noch jetzt hört man um Mitternacht in der Nähe des genannten Steines jemand wie ein Kind weinen oder wie ein Huhn gackern.

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