Perkons (der Donner) verfolgt die Teufel

From Pasakas un teikas
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Einmal begab sich ein Bauer zum Wirtshaus, um sich einen Knecht zu dingen. Aber er hatte kein Geld und er fürchtete, keinen Lohn zahlen zu können. Unterwegs murmelte er bei sich selbst: "Wenn doch der Teufel mir etwas Geld gegeben hätte, wenn schon Gott es nicht geben will!"

Auf einmal war der Teufel zur Stelle und fragte ihn, wie viel Geld er brauche. Der Bauer war damit zufrieden, was der Teufel ihm geben könne. Der Teufel gab ihm ein pralles Säckchen und fügte hinzu, er könne es ihm zurückzahlen, wann er wolle, denn er selbst habe das Geld nicht besonders nötig. Als der Bauer ihn fragte, wo er ihm das Geld zurückgeben könne, antwortete der Teufel, er solle an dieselbe Stelle kommen und sagen:

"Ļīpata, Ļēpata, da hast du dein Geld!" Gleich darauf war der Teufel verschwunden.

In drei Jahren hatte der Bauer bereits so viel Geld, dass er dem Teufel seine Schuld zurückzahlen wollte. Er kam zu der Stelle von damals und rief: "Ļīpata, Ļēpata, da hast du dein Geld!"

Aber da steckte ein Mann aus einer Grube den Kopf hervor und sagte: "Den hat doch der Buldurjānis (Pērkons, der Donner) schon längst erschlagen!" Von der Zeit ab war der Bauer sehr reich.

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