Perkons (der Donner) verfolgt die Teufel

From Pasakas un teikas
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Ein Bauer hatte ein sehr schwaches Pferd. Als er einmal am Waldesrand pflügte, verendete das Pferd auf dem Acker. Der Bauer ging betrübt am Waldrand entlang und überlegte, wie er zu einem neuen Pferd kommen könnte.

Da sagte der Bauer: "Wenn doch der Teufel mir das Geld geben möchte, damit ich mir ein neues Pferd kaufen kann!" Sogleich war der Teufel mit Geld zur Stelle. Sie vereinbarten, dass der Bauer in einem Jahr das Geld an dieselbe Stelle bringen solle. Angekommen, solle er pfeifen, dann werde der Teufel erscheinen und das Geld abholen. Der Bauer ging heim und dachte: "Wenn ich mir ein Pferd kaufe, woher soll ich dann das Geld nehmen, um die Schuld beim Teufel zu bezahlen?" Der Bauer kauft sich das Pferd nicht und verwahrt das Geld. Als der Tag herangekommen war, an dem er die Schuld zurückzahlen musste, ging der Bauer mit dem Geld an den Waldrand. Er pfiff einmal, aber der Teufel kam nicht. Er pfiff ein zweites Mal, wieder kam der Teufel nicht. Beim dritten Mal kam der Teufel angelaufen, und der Bauer sprach zu ihm: "Ich habe das Geld gebracht, das ich dir Schulde!" Aber der Teufel antwortete: "Der Teufel, der dir das Geld geliehen hat, lebt nicht mehr, denn Pērkons hat ihn schon im vergangenen Jahr auf der Dünabrücke bei Riga erschlagen. Deshalb kannst du das Geld behalten und dir dafür ein Pferd kaufen!" Da ging der Bauer nach Hause, kaufte sich ein gutes Pferd und lebte glücklich.

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