Perkons (der Donner) verfolgt die Teufel

From Pasakas un teikas
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Einmal war der Teufel in die Daugava gesprungen. Mitten im Fluss befand sich ein großer Stein, und auf diesem Stein pflegte der Teufel zu sitzen. Der Teufel saß viele Jahre auf dem Stein und ließ niemand vorbei: wenn jemand vorbeifahren wollte, versenkte er ihn. Der Teufel pflegte auch fürchterlich zu fluchen und zu schimpfen. Einmal hatte der Teufel Pērkons sehr erzürnt. Pērkons wandte sich an einen Fischer und bat ihn, ihn an den Stein zu rudern, auf dem der Teufel zu sitzen pflegte. Alle Fischer hatten jedoch Angst und sagten zu Pērkons, der Teufel werde sie alle in die Tiefe versenken. Pērkons aber sagte: "Ihr braucht euch nicht zu fürchten!" Den Fischern blieb nichts anderes übrig, als Pērkons zu dem Stein zu rudern, auf dem der Teufel zu sitzen pflegte. Sie hatten den Stein noch nicht erreicht, als der Teufel schon die Beine hob und zu fluchen begann. Da holte Pērkons sein Feuer hervor und schleuderte es dem Teufel ins Herz. Der Teufel fiel in die Daugava und ertrank. Der Stein, auf dem der Teufel gesessen hatte, verwandelte sich in Gold. Pērkons spaltete den Stein in zwei Teile: die Hälfte gab er den Fischern, die andere Hälfte behielt er selbst.

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