Die Sterbestunde des Menschen ist vorbestimmt

From Pasakas un teikas
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Comments: Vgl. Bd. X. Variante 10 des Märchens Nr. 51. P.Š.


Einmal wurde einem hohen und reichen Herrscher ein Sohn geboren. Erfreut, einen Erben bekommen zu haben, wandte er sich an die Schicksalsgöttinnen und fragte sie, welches Schicksal seinem Sohn beschieden sei. Sie antworteten, sein Sohn werde noch jung ertrinken. Darüber wurde der Herrscher sehr traurig. Und obwohl er wusste, dass die Bestimmung der Schicksalsgöttinnen unabänderlich war, versuchte er seinen Sohn zu retten: er ließ alle Brunnen auf dem Schlosshof zumauern, und sein Sohn durfte das Schloss gar nicht verlassen. So lebte der Sohn bis zu seinem 13. Lebensjahr im Schloss. Eines Tages, nach einer langen Hitzezeit, hatte es geregnet. Der Sohn bat, man möchte ihm doch erlauben, im Garten spazieren zu gehen. Der Vater erlaubte es. Aber im Garten stand ein umgekiptes Faß, auf dessen Grund sich Regenwasser angesammelt hatte. Der Sohn steckte den Kopf in das Faß und ertrank.

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