Die Sterbestunde des Menschen ist vorbestimmt

From Pasakas un teikas
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Comments: Vgl. die Sage Nr. 9, Bd. XIII. P. Š.


Der Pfarrer von Dobele, der von einem Krankenbesuch nach Hause fuhr, musste den Bērze-Fluss überqueren. Am Ufer hörte er eine Stimme rufen: "Die Zeit ist da — keine Schuld!" Da sagte der Pfarrer zu seinem Kutscher: "Was bedeutet denn das? Wir wollen abwarten und sehen, was hier geschehen wird!" Nach einer Weile sehen sie: von einem Hof kommt ein Mann barhäuptig gelaufen so schnell er nur kann. Der Pfarrer schickte seinen Kutscher los, den Mann zu fragen, wohin er denn so renne. Der Renner antwortete, dass er einen so unüberwindlichen Wunsch zu baden habe, dass er es nicht länger aushalten könne. Aber der Kutscher ließ ihn nicht laufen: er solle einen Augenblick warten, gleich werde der Pfarrer da sein. Der Pfarrer kommt herbei: er weiß sehr gut, dass der Renner sterben muss, er solle noch beichten. Nun gut, er beichtet. Zum Schluss schöpfte der Pfarrer einen Kelch Wasser aus den Fluss und goss es auf den Kopf des Mannes. Da verstarb der Mann auf der Stelle.

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