Das Sterben des Menschen

From Pasakas un teikas
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Der sechzigjährige Eikmanis aus der Gemeinde Smārde erzählt: Wir waren drei halbwüchsige Brüder. Einmal wollte mein mittlerer Bruder seine Kraft zeigen, packte unseren ältesten Bruder am Kragen, warf ihn sich rücklings auf den Rücken und trug ihn die Treppe hinauf. Auf einmal bemerkte ich, dass die Augen meines ältesten Bruders vorgewölbt waren und ganz unnatürlich aussahen. Da schrie ich, er solle den Bruder loslassen. Als der mittlere Bruder den älteren losließ, fiel er bewusstlos zu Boden. Erschrocken begannen wir ihn zu schütteln und seinen Hals zu reiben, bis er zu röcheln begann und sich übergab. Als er wieder zum Bewusstsein gekommen war, erzählte er, dass er ein sehr schönes Gefühl gehabt hätte: er habe wunderschöne grüne Gärten mit prächtigen Schlössern gesehen. Schmerzen habe er keine gespürt. Mein Bruder hatte wohl beim tragen seinen Hemdkragen zu fest an den Hals gezogen, deshalb hatte er das Bewusstsein verloren. Hätte er ihn nicht so schnell losgelassen, wäre er tot gewesen.

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