Das Sterben des Menschen

From Pasakas un teikas
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Die Toten haben ihren Aufseher: er sendet sie dorthin und dahin, das und das zu tun. Wenn der Aufseher oder Herr, was er nun ist, zu einem Toten sagt: "Du sollst gehen und deiner Verwandten herbeirufen" so geht er und sagt zu seinem Verwandten (dem Lebendigen: "Mach dich fertig, du musst mit mir fahren." Aber dieser Herr der Toten sagt dies nie geradeaus: "Du hast den und den Menschen sterben zu lassen!" Nein, er umschweift es: "Geh jetzt die und die Bäume fällen oder den Wald niederlegen." Diese Bäume sind aber lebende Menschen. Und wenn dann der Tote nicht ihm kommt, so sagt er auch nicht: "Du musst sterben!“, sondern mit Umschweif: "Komm mit! Mach dich zum Mitkommen fertig! Die Pferde sind angespannt und warten auf dich" und ähnliches.

So ging einmal ein verstorbener Mann zu seiner Frau und sprach: "Komm mit!" Gut, sie fuhr mit ihm. Er führte sie in eine Stadt und ließ seiner Frau ein Nachtlager richten. Die Frau entgegnete: "Hier kann man kein Lager richten." – "Tu es nur! beharrte der Mann auf seinem Befehl." Man richtete das Lager, und als es gerichtet war, starb die Frau.

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