Die Seele verlässt den Menschen in der Gestalt eines kleinen Tieres

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search
Comments: Eine ähnliche Sage hat auch M. P. Lodziņš in Sērpils (LP, VII, I, 18, 4) aufgeschrieben. Anstelle der Maus wird hier eine Schlange erwähnt, aber er erzählt nichts davon, dass sie das im Traum gesehene Gold ausgegraben hätten. Eine andere ähnliche Sage hat auch J. Simenovs in Dole aufgeschrieben. Auch hier verlässt die Seele den Schlafenden in der Gestalt einer Maus, das im Traum gefundene Geld aber bekommt der andere Kamerad allein. P. S.


Zwei Wanderer gingen die Landstraße entlang. Sie waren müde und legten sich am Ufer eines kleinen Baches zum Schlafen hin. Der Eine schlief sofort ein, aber der Andere konnte keinen Schlaf finden. Auf einmal sieht er, dass aus dem Mund seines schlafenden Kameraden ein kleines Mäuschen hervorkommt und an den Bach läuft. Er hatte ein Schwert bei sich und legte es quer über den Bach. Das Mäuschen trippelte über das Schwert ans andere Ufer und verschwand dort in einem Hümpel. Nach einer Weile kam das Mäuschen wieder hervorgekrochen, lief über das Schwert zurück und verschwand in den Mund seines Kameraden. Jetzt begann sich der Schlafende zu bewegen und erwachte bald. Der Andere fragte ihn, ob er nicht etwas geträumt habe. Und nun erzählte der Mann, er sei im Traum an einen Fluss gekommen, über den eine breite eiserne Brücke geführt habe. Er sei über die Brücke gegangen. Dann sei er in einen Berg hineingegangen, wo er viel Goldgeld gefunden habe. Da erzählte der andere Kamerad, was er beobachtet hatte, während der Träumer geschlafen hatte. Beide begaben sich an den Hümpel, begannen dort zu graben und fanden auch tatsächlich viel Goldgeld.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox