Die Manen in der Kirche

From Pasakas un teikas
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Comments: Von der Kalnamuižas-Kirche wird erzählt, dass sich dort im Herbst zur Manenzeit die Geister versammelt haben, die bis zur Mitternacht in der Kirche blieben. In solchen Nächten war die Kirche hell erleuchtet. Wollte jedoch ein Mensch nachsehen, erlosch das Licht, sobald er sich dem steinernen Wall näherte. A. Brigadere.


Ein Mann fuhr am Friedhof vorbei und schaute sich ängstlich um. Denn die Leute erzählten, auf dem Friedhof sei einer, der den Vorbeigehenden (oder den Vorbeifahrenden) die Kleider zerreiße. Der Mann fuhr weiter, auf einmal erblickte er einen weißen Menschen, der vom Friedhof her auf ihn zulief und rief:

"Ob du nun zu fliehen versuchst oder nicht — ich werde dich doch einholen!" Als der Mann das hörte, warf er sich schnell den Mantel um die Schultern und fuhr in Windeseile davon. Aber jemand riss ihm den Mantel von den Schultern. Am nächsten Morgen wurden nur noch die Mantelknöpfe gefunden. Der Mantel selbst war zu Fasern zerpflückt und zu einem Häuflein aufgeschichtet.

Einmal sah man Licht in der Drusti-Kirche. In der Sakristei saß ein Herr und schrieb. Es war ein Geist. Einmal in einer Frühlingsnacht, als es donnerte und blitzte, war in der Drusti-Kirche Licht zu sehen. Ein Mann, der dort gegen 11 Uhr vorbeiging, trat an das Kirchenfenster heran und erblickte drei Männer mit einem Zweigespann. Auf einmal sprang die Kirchentür auf. Der Mann erschrak sehr und eilte nach Hause so schnell er nur konnte. Dandenis (LP. VII, 1, 72, 12–14).

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