Das Schwarze Buch

From Pasakas un teikas
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Vor vielen, vielen Jahren lebte in Ozolnieki ein Richter, der die Schwarzen Bücher besaß und der das Recht verdrehte. Nachts fuhr er allein in der Gegend herum, und die Leute waren überzeugt, dass er mit dem Teufel im Bunde sei. Einmal musste er zur Nachtzeit an der Kirche von Dalbe vorbeifahren, in deren Nähe sich auch der Friedhof befindet. Als sie sich dem Friedhof näherten, ermahnte er seinen Kutscher, den Großvater des Kalna Benuzis, ja nicht zurückzublicken, während sie an dem Friedhof vorbeifahren würden. Der Kutscher konnte jedoch nicht widerstehen und schaute zurück. Da erblickte er weiße Geister, die wie Rauchgebilde aussahen und ihnen nachjagten. In großer Eile konnten sie glücklicherweise noch das Wirtshaus von Dalbe erreichen. Das Pferd ließ schon die Zunge hängen, und sie selbst retteten sich ins Wirtshaus.

Ein anderes Mal fuhr der Richter allein am Friedhof vorbei und bemerkte, dass Geister ihn verfolgten. In seiner Angst sprang er aus dem Wagen, ließ das Pferd auf der Straße und begann zu laufen. Mit knapper Not erreichte er das Wirtshaus. Er spürte nur noch wie etwas wie ein Wind an ihn vorbeibrauste. Im Wirtshaus versprach er einem jungen Burschen ein Trinkgeld und überredete ihn dazu, sein Pferd, das auf der Straße geblieben war, zu holen. Der Bursche tat es und bekam auch das Trinkgeld. Der Richter fragte ihn, ob er auf der Straße nichts Besonderes gesehen habe.

"Ich habe einen großen schwarzen Hund mit einer roten Schnauze gesehen!" antwortete der Bursche. Da ermahnte der Richter ihn, keinem Menschen etwas davon zu sagen.

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