Die Manen gehen herum

From Pasakas un teikas
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Der alte Gutsherr von Burtnieki sei niemals zur Kirche gegangen und die Pfarrer habe er nicht leiden mögen. Als er nun gestorben war, hatte er keine Ruhe auf dem Friedhof und spukte noch oft auf dem Schloss herum. Er hatte einen liederlichen Sohn, der in Deutschland lebte und nicht nach dem Sinne des Vaters geraten war. Als der alte Gutsherr starb, wurde er jedoch sein Erbe und übersiedelte auf das Gut des Vaters. Jetzt begann der Alte Gutsherr zu toben und machte jede Nacht furchtbaren Lärm im Schloss. Zwei Mägde sprachen eines Abends darüber und sagten: "Wollen wir sehen, in welchem Zimmer der alte Herr heute Nacht toben wird?" Kaum hatten sie diese Worte ausgesprochen, als sie hörten, dass jemand schweren Schrittes von dem Dachboden herabstieg. Als die Mägde das hörten, erschraken sie sehr und ergriffen die Flucht.

Der alte Gutsherr hat noch lange Zeit im Schloss herumgespukt; als der junge Herr sich jedoch auf dem Gut eingelebt hatte und begann, ein ordentliches Leben zu führen, beruhigte sich der Alte und ließ sich im Schloss nicht mehr sehen.

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