Die Manen gehen herum

From Pasakas un teikas
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Es lebte einmal ein reicher Bauer. Als er eines Tages von der Stadt nach Hause fuhr, wurde er von Räubern erschlagen. Man suchte nach den Schuldigen, aber vergeblich: sie waren verschwunden, als wären sie ins Wasser gefallen. Als es Nacht wurde, begann der verstorbene Bauer auf dem Hof herumzugehen und dem Gesinde die Arbeit zuzuteilen. Als die Bäuerin befahl Roggen zu säen, sagte der Bauer: "Nein, du musst Kies holen!" Als die Bäuerin bestimmte, dass der Knecht zur Stadt fahren müsse, befahl der Bauer: "Du musst Holz hacken!" Alle regten sich darüber sehr auf. Das Gesinde verließ den Hof und nannte Ihn den Spuk-Hof. Da riet ein altes Mütterchen der Bäuerin, den katholischen Pfarrer zu holen. Die Bäuerin befolgte ihren Rat. Der Pfarrer wartete ab, bis es 12 Uhr wurde, dann fragte er das Gespenst, warum es herumgehe und sein Gesinde nicht in Ruhe lasse. Das Gespenst antwortete, er müsse noch 10 Jahre umgehen, bis sein eigentlicher Todestag gekommen sein werde. Wenn man ihm nun nicht erlauben wolle, in der Stube sich sehen zu lassen, so bitte er, man möchte ihm doch wenigstens erlauben, auf dem Dachboden zu wohnen, wo sich ein leerer Sarg befinde. Der Pfarrer erlaubte es ihm, und von dem Tag ab ließ er das Gesinde in Ruhe.

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