Die Manen gehen herum

From Pasakas un teikas
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Der Bruder meines Großvaters erzählte mir, dass er einmal zu Pfingsten von einem Ball im Wirtshaus von Klanica nach Hause gegangen sei. Als er bis zum Kreuzstein gekommen war, wo sich damals eine schöne Lichtung ausbreitete, sah er, dass auf der Lichtung viele kleine Häschen herumhüpften, die gar nicht scheu waren. Er begann die Häschen zu haschen. Im Schweiße gebadet, haschte er nach ihnen fast bis zum Sonnenaufgang. Auf einmal waren alle Häschen verschwunden. Da machte er sich wieder auf den Heimweg. Auf einmal erblickte er etwa zwanzig Schritte von sich entfernt ein hübsches junges Fräulein. Sie schaute ihn an und lachte. Er grüßte sie und wollte auf sie zugehen, aber kaum hatte er ein paar Schritte gemacht, da war das junge Fräulein verschwunden. Nachdem das Fräulein verschwunden war, wurde er von großer Angst gepackt. Er rannte so schnell er nur konnte zum Wirtshaus zurück und kehrte dann von dort auf einem anderen Weg heim. Als ich meinem alten Freund Andrejs das Erlebnis meines Großonkels erzählte, sagte er, dass in der nähe des Kreuzsteines sich in alter Zeit ein Mädchen erhängt habe. Auch seine erste Frau habe dort mehrmals ein Fräulein gesehen, das dann vor ihren Augen plötzlich verschwunden sei.

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